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Neuer Podcast »Im Verhör« Tausend Rammos

Der Rammo-Clan steht immer wieder im Zentrum von polizeilichen Ermittlungen. Warum Teile der Familie hochkriminell sind und was das mit gescheiterter Integration zu tun hat, erklärt die zweite Episode des Podcasts »Im Verhör«.

Im Juni 2019 sitzt Issa Rammo, Oberhaupt des gleichnamigen Familienclans, während einer Verhandlungspause in einem Café gegenüber dem Berliner Landgericht. Plötzlich entblößt er vor SPIEGEL TV-Reporter Claas Meyer-Heuer seinen Brustkorb und zeigt ein Tattoo. Es ist ein Deutschland-Adler in Schwarz-Rot-Gold. Darüber steht: »Ich bin ein Berliner«. »Ich liebe dieses Land«, sagt Issa gern.

Man könnte meinen, dass die Rammos tatsächlich in Deutschland angekommen sind. Doch in Wahrheit ist die Integration großer Teile der Familie krachend gescheitert. In Polizeikreisen spricht man hinter vorgehaltener Hand nur noch von »der Einbrecherfamilie«.

Ein kleiner Auszug aus der Chronik der großen Coups: In Berlin stehlen Diebe 2017 eine hundert Kilo schwere Goldmünze aus dem Bode-Museum: Verurteilt werden unter anderem Wissam und Ahmed Rammo, beide zu je viereinhalb Jahren Haft. Von der drei Millionen Euro wertvollen Münze fehlt bis heute jede Spur.

Im November 2019 kommt es im Grünen Gewölbe in Dresden zu einem spektakulären Einbruch. Juwelen-Schmuckstücke aus dem sächsischen Staatsschatz mit einem Wert von mehr als hundert Millionen Euro werden gestohlen. Dringend tatverdächtig: mehrere Mitglieder der Rammo-Familie, die inzwischen auch angeklagt sind.

Warum sind Teile der Familie hochkriminell? Wie sind sie organisiert? Und wie kamen die Mitglieder überhaupt nach Deutschland? Diese Fragen klärt die zweite Folge unseres Crime-Podcasts »Im Verhör« mit den Investigativreportern Claas Meyer-Heuer und Thomas Heise sowie unserer Autorin Christina Pohl.

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