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20. Juli 2016, 09:26 Uhr

Virtuelle Monsterjagd

Pokémon-Spieler entdeckt Leiche

Schock für einen Pokémon-Jäger aus Dänemark: Neben einem Abwasserkanal entdeckte der 49-Jährige statt eines virtuellen Monsters eine sehr reale Leiche.

Statt mit seiner Smartphone-App ein virtuelles kleines Monster zu finden, ist ein 49-Jähriger an einem Abwasserkanal auf der Insel Fünen auf eine Leiche gestoßen.

Wie die Polizei mitteilte, soll die Leiche schon länger dort gelegen haben. "Es war nicht möglich, Geschlecht, Alter oder Identität festzustellen", sagte ein Sprecher. "Die Leiche war sehr von Wind und Wetter mitgenommen."

Es gebe keine unmittelbaren Anzeichen für eine Gewalteinwirkung, es sei unklar, ob die Person durch ein Verbrechen ums Leben kam. Nun soll überprüft werden, ob der Leichenfund in Verbindung mit einem Vermisstenfall gebracht werden kann.

Erst vor Kurzem hatte eine 19-jährige "Pokémon Go"-Spielerin im US-Bundesstaat Wyoming ebenfalls eine Leiche entdeckt. Das Handyspiel, bei dem per App und Handykamera Monsterfiguren an realen Orten gesammelt werden, hat die Polizei in Dänemark in den vergangenen Tagen mehrfach beschäftigt. So drangen Spieler etwa in fremde Gärten, Schulen und auf Baustellen ein oder spazierten verdächtig lange vor der US-Botschaft in Kopenhagen auf und ab, weil sie dort eines der fiktiven Monster vermuteten.

ala/dpa

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