Virtuelle Monsterjagd Pokémon-Spieler entdeckt Leiche

Schock für einen Pokémon-Jäger aus Dänemark: Neben einem Abwasserkanal entdeckte der 49-Jährige statt eines virtuellen Monsters eine sehr reale Leiche.

"Pokémon-Go": Grausige Zufallsfunde statt Daddel-Spaß
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"Pokémon-Go": Grausige Zufallsfunde statt Daddel-Spaß


Statt mit seiner Smartphone-App ein virtuelles kleines Monster zu finden, ist ein 49-Jähriger an einem Abwasserkanal auf der Insel Fünen auf eine Leiche gestoßen.

Wie die Polizei mitteilte, soll die Leiche schon länger dort gelegen haben. "Es war nicht möglich, Geschlecht, Alter oder Identität festzustellen", sagte ein Sprecher. "Die Leiche war sehr von Wind und Wetter mitgenommen."

Es gebe keine unmittelbaren Anzeichen für eine Gewalteinwirkung, es sei unklar, ob die Person durch ein Verbrechen ums Leben kam. Nun soll überprüft werden, ob der Leichenfund in Verbindung mit einem Vermisstenfall gebracht werden kann.

Erst vor Kurzem hatte eine 19-jährige "Pokémon Go"-Spielerin im US-Bundesstaat Wyoming ebenfalls eine Leiche entdeckt. Das Handyspiel, bei dem per App und Handykamera Monsterfiguren an realen Orten gesammelt werden, hat die Polizei in Dänemark in den vergangenen Tagen mehrfach beschäftigt. So drangen Spieler etwa in fremde Gärten, Schulen und auf Baustellen ein oder spazierten verdächtig lange vor der US-Botschaft in Kopenhagen auf und ab, weil sie dort eines der fiktiven Monster vermuteten.

ala/dpa

insgesamt 10 Beiträge
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seniorvc 20.07.2016
1. Hat dieses Spiel
....ja doch noch was gutes. Etliche Menschen durchkämmen die Wildnis und finden dabei "tolle" Sachen. Wird sicher nicht die letzte Leiche sein. Giftmüll wäre auch mal schön, dann kann man das wenigstens anständig entsorgen. So hat das Ganze doch einen Sinn :D ......... die zusätzliche Bewegung für eventuell Übergewichtige ist natürlich auch toll!
Analog 20.07.2016
2. Sehe schon die Ermittler,
mit ihren Handys die Spur verfolgen... Wird immer verrückter dieser Pokemon Unsinn, zumindest bekommt der Nerd jetzt auch mal ein wenig Bewegung und kommt vor die Tür.
laufwumf 20.07.2016
3. Na, hoffentlich beginnen...
missverstehende Pokemon-Spieler nach dem Lesen dieses Artikels nicht begeistert damit, im Rausch ihrer Leidenschaft auf Friedhöfen nach Erfolgen zu buddeln, oder in Leichenkellern aller Art pietätlos unter sämtlichen weissen Laken zu stöbern...
laurismauris 20.07.2016
4. Freiwillige totale Überwachung
Nicht nur die Spielerdaten lassen Bewegungsanalysen zu. Auch das Suchen nach vermeintlichen Monstern führt zur Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen von unbeteiligten Menschen. Big Brother muss nicht mal mehr eigene Kameras installieren. Die Nerds liefern Bild und Ton von überall. Und da hat sich mal jemand über Google streetview beschwert?
tecdetai 20.07.2016
5. Glückwunsch,
Zitat von laurismaurisNicht nur die Spielerdaten lassen Bewegungsanalysen zu. Auch das Suchen nach vermeintlichen Monstern führt zur Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen von unbeteiligten Menschen. Big Brother muss nicht mal mehr eigene Kameras installieren. Die Nerds liefern Bild und Ton von überall. Und da hat sich mal jemand über Google streetview beschwert?
Glückwunsch, das dürfte für den Tagessieg (Kategorie Sinnfreiester, Beknaxxxer, Stxxßbeitrag) gereicht haben. Kleiner Tipp : Falls Sie Drogen nehmen, entweder viel mehr, oder aufhören. Auf jeden Fall weitermachen, dann reicht es sogar zum Wochensieg. Wir haben jedenfalls sehr gelacht.
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