Polarmeer Eisbär tötet russischen Meteorologen

Blutige Attacke auf Franz-Josef-Land: Ein Polarbär hat einen Meteorologen angegriffen und tödlich verletzt. Der Mann hatte sich nur wenige Meter von der Wetterstation entfernt. Nun soll das aggressive Tier erlegt werden.


Moskau - Der Mann wollte gerade ein Messgerät ablesen, dabei habe er sich nur einige Dutzend Meter von der Wetterstation E.T. Krenkel auf Franz-Josef-Land entfernt. Dann habe ihn der Eisbär attackiert, erklärte ein Sprecher des Nördlichen Wetteramtes am Freitag der Agentur Interfax.

Die Kollegen des Meteorologen hätten den aggressiven Bären zwar mit Pistolenschüssen vertrieben, hieß es. Doch der Meteorologe war bereits tot. Seine Leiche soll in etwa einem Monat von einem Forschungsschiff zum Festland gebracht werden.

Der Eisbär wurde zum Abschuss freigegeben, um die übrigen Wissenschaftler der Station auf der Hayes-Insel zu schützen. Eisbären dürfen als geschützte Art eigentlich nicht erlegt werden. Biologen vermuten, dass die Tiere aufgrund des Klimawandels weniger Nahrung finden und sich deshalb immer näher an bewohnte Orte wagen.

Es ist bereits der dritte tödliche Angriff in diesem Jahr. Anfang August hatte ein Eisbär auf der norwegischen Polarinsel Spitzbergen einen jungen Briten getötet. Nach Angaben russischer Medien kamen zudem Anfang September im äußersten Nordosten Russlands zwei Menschen bei einem Eisbären-Angriff ums Leben.

jok/dpa

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