Fund in Neukölln Gestohlenes Telefon von Stasi-Chef Mielke aufgetaucht

Holzbrettchen, Kohlebriketts, Telefone: Zahlreiche Gegenstände wurden vor Jahren aus der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin gestohlen. Jetzt hat die Polizei nahezu alles wiedergefunden - bei einem zufälligen Einsatz.
Ehemaliges Dienstzimmer von Stasi-Chef Mielke: Telefone wieder aufgetaucht

Ehemaliges Dienstzimmer von Stasi-Chef Mielke: Telefone wieder aufgetaucht

Foto: Jens Kalaene/ picture alliance / dpa

Berlin - Im Mai 2008 brachen Diebe in die ehemalige Zentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit ein - sie stahlen unter anderem das Telefon von Stasi-Chef Erich Mielke. Jetzt ist es überraschend wieder aufgetaucht. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Telefon bei einer Durchsuchung im Bezirk Neukölln zufällig gefunden. Ermittler hatten dort eine Wohnung und einen Keller durchsucht, weil sie gestohlenen Gegenständen aus einem anderen Fall auf der Spur waren.

Ein halbes Jahr vor der Tat im Jahr 2008 war schon einmal in der früheren Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg eingebrochen worden. Seitdem galten unter anderem ein Eishockeyschläger aus Moskau, ein Holzbrettchen mit dem Konterfei Lenins und Kohlebriketts mit Aufdrucken wie "30 Jahre DDR" als verschwunden.

Nahezu alle Gegenstände seien nun in Neukölln sichergestellt worden, hieß es - zum Beispiel auch Spezialkameras und Mikrofone. Wie sie in der Wohnung landeten, wollte die Polizei nicht sagen. Auch zu möglichen Tätern machte sie keine Angaben.

Erich Mielke war 2000 im Alter von 92 Jahren in einem Pflegeheim in Berlin gestorben. Die frühere Stasi-Zentrale ist seit 1990 eine Forschungs- und Gedenkstätte.

kis/dpa
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