Amtliche Statistik In Deutschland sind 40.400 Prostituierte gemeldet

Prostituierte müssen sich seit 2017 anmelden. Nun hat das Statistische Bundesamt zum dritten Mal erhoben, wer in Deutschland der Prostitution nachgeht. Die Zahlen sind schwer vergleichbar.
Von den angemeldeten Prostituierten waren 78 Prozent 21 bis 44 Jahre alt

Von den angemeldeten Prostituierten waren 78 Prozent 21 bis 44 Jahre alt

Foto: Andreas Arnold/ dpa

Rund 40.400 Menschen gingen in Deutschland Ende des Jahres 2019 nach dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) der Prostitution nach. Das teilte das Statistische Bundesamt  mit.

Demnach zählten die Behörden 2170 gesetzlich lizenzierte Prostitutionsgewerbe. 35 Prozent der gemeldeten Prostituierten besaßen die rumänische Staatsbürgerschaft. Elf Prozent kamen aus Bulgarien und acht Prozent aus Ungarn. 7700 Prostituierte (19 Prozent) besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit.

93 Prozent - und damit die große Mehrzahl der angemeldeten Betriebe - waren Bordelle, wie die Statistiker weiter mitteilten. Auf Prostitutionsvermittlungen, -fahrzeuge und -veranstaltungen entfielen demnach zusammen 140 Erlaubnisse.

78 Prozent der angemeldeten Prostituierten waren zwischen 21 und 44 Jahre alt. 45 Jahre oder älter waren 17 Prozent, zwischen 18 und 20 waren 5 Prozent.

Das Amt verwies darauf, dass sich die Daten nur eingeschränkt mit den Zahlen der vergangenen Jahre vergleichen ließen. Die Statistik wurde 2017 zum ersten Mal erhoben. Allerdings waren damals noch nicht überall Anmeldung oder Genehmigungen möglich. Ende 2017 waren 7000 Prostituierte und 1350 Prostitutionsgewerbe angemeldet.

2018 wurden erstmals aus allen Bundesländern Zahlen gemeldet. Dennoch basierte auch die Statistik zum Jahresende 2018 auf "zum Teil auf noch im Aufbau befindlichen Verwaltungsstrukturen", wie das Bundesamt mitteilte. Ende 2018 waren bundesweit 32.800 Prostituierte und 1600 Gewerbe bei den Behörden gültig angemeldet.

sen/dpa/AFP
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