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Hund gestorben: Unglück bei "Wetten, dass..?"

Foto: Mathis Wienand/ Getty Images

Pudel-Tod bei "Wetten, dass..?" Tierschützer fordern Hundeverbot im TV

Toypudel Monarch hat die "Wetten, dass..?"-Premiere von Markus Lanz nicht überlebt. Unbemerkt von den Zuschauern starb der Hund während der Show. Nun schalten sich Tierschützer ein.

Düsseldorf - Mit verbundenen Augen hat Hundefriseurin Monika Thaler als Kandidatin bei "Wetten, dass..?" anhand von Fellknäueln die Rasse mehrerer Tiere erraten. Bei der Sendung am Samstagabend waren 22 Hunde mit ihren Besitzern auf der Bühne, darunter auch Toypudel Monarch. Nach ZDF-Angaben sprang der Hund aber nach Ende der Wette von seiner Bank, kam dabei unglücklich auf - und stieß sich den Kopf. Er überlebte den Unfall nicht.

Die mehr als 13 Millionen TV-Zuschauer, die das Debüt von Moderator Markus Lanz sahen, bekamen davon allerdings nichts mit. Erst am Mittwoch, ausgerechnet am Welthundetag, wurde der Vorfall publik. Der Sender bedauerte den Tod des Pudels in einer Stellungnahme "außerordentlich".

Nun hagelt es Kritik: Tiere gehörten nicht auf die Bühne, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Tierschutzbundes. "Publikum, grelles Licht, ein gerade für Hundeohren extrem hoher Geräuschpegel sind grundsätzlich keine Umgebung für Tiere. Die Wette hätte auch ohne Tiere im Saal funktioniert", sagte Präsident Thomas Schröder.

Ähnlich sieht das auch die Tierschutzorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals). "Tiere gehören nicht in eine Unterhaltungssendung", steht in einem Schreiben an das ZDF. "Der Auftritt im Studio mit grellem Licht, Lärm und Hunderten von Zuschauern kann auch stresserprobte Tiere stark belasten."

Der Sender wies die Vorwürfe jedoch zurück. "Monarch war ein Ausstellungshund", so das ZDF. Insofern sei er solche Belastungen - viele Menschen, Scheinwerfer - gewöhnt. Im Vorfeld sei mit allen Hundebesitzern ausführlich gesprochen und abgeklärt worden, dass die Hunde einer solchen Situation gewachsen sind.

Auch Wettkandidatin Thaler verteidigte den Sender. Bei den Proben sei eine Trainerin dabei gewesen, die sich um die Hunde und deren Besitzer gekümmert habe. "Es ist top abgelaufen", sagte Thaler. Sie glaube nicht, dass die Tiere unter besonderem Stress gestanden hätten.

aar/dpa/dapd
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