Bergrutsch in Norwegen "Jetzt haben wir den Dreck endlich unten!"

Ein von Experten prognostizierter Erdrutsch bedrohte jahrelang eine norwegische Gemeinde. Nun ist ein Teil des Berges in die Tiefe gestürzt. Manche Anwohner tanzten und weinten vor Freude.

Steine stürzen am Mannen in die Tiefe: Der Bürgermeister weinte vor Glück
NTB Scanpix/ Orn E. Borgen/REUTERS

Steine stürzen am Mannen in die Tiefe: Der Bürgermeister weinte vor Glück


Den Menschen in der norwegischen Gemeinde Rauma sind Steine vom Herzen gefallen: Nach fünf Jahren des Wartens ist ein Teil des Berges Mannen in der Nacht zu Freitag endlich abgerutscht. Bürgermeister Lars Olav Hustad weinte vor Erleichterung. "Jetzt haben wir den Dreck endlich unten!", sagte er dem norwegischen Fernsehsender NRK.

Der Abgang von geschätzt 50.000 Kubikmeter Gestein war seit Langem erwartet worden. In den vergangenen fünf Jahren mussten einige Bewohner bis zu 16-mal ihre Häuser am Fuße des Mannen verlassen. Immer wieder wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen. Doch nie geschah etwas. Auch das Einleiten von Wasser in die Bruchstellen hatte den Abgang nicht auslösen können.

Ein Siegestanz auf dem Dorfplatz

Nun hat kräftiger Regen die Angelegenheit erledigt. Auch am Tag nach dem Bergrutsch gab es einem Geologen zufolge Bewegung am Mannen. Doch das meiste Gestein sei unten, alles sehe stabil aus. Über Schäden ist noch nichts bekannt.

"Wenn ich an all die Leute denke, die so oft evakuiert wurden - jetzt können sie endlich in ihr Haus zurückkehren, ohne die Gefahr, dass sie wieder raus und rein müssen", sagte Bürgermeister Hustad.

Gunn Walstad Sogge, eine der betroffenen Bewohnerinnen, sagte dem NRK, sie habe einen Siegestanz auf dem Dorfplatz aufgeführt: "Wir sind so unglaublich glücklich."

mxw/dpa

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