Studie zu Rechtsextremismus Deutschlands hässliche Fratze

Hass auf Muslime, Parolen gegen Asylbewerber: Eine Studie zeigt das rechtsextreme, antidemokratische Potenzial in der Gesellschaft. Viele Bürger denken völkisch - und finden in der AfD eine politische Heimat.
Schild bei Pegida-Demonstration

Schild bei Pegida-Demonstration

Foto: Arno Burgi/ picture alliance / dpa

Personen mit rechtextremem Einstellungspotenzial unter Parteiwählern

Partei CDU/CSU SPD FDP Grüne Linke AfD Nichtwähler
Befürwortung Diktatur 1,7 2,3 2,0 1,8 3,8 18,1 8,9
Chauvinismus 15,0 14,3 7,9 6,6 8,4 46,5 19,9
Ausländerfeindlichkeit 14,6 16,6 13,7 7,2 8,4 52,6 28,2
Antisemitismus 3,3 4,5 - 3,6 0,8 16,9 6,4
Sozialdarwinismus 3,3 2,6 - 3,0 3,1 8,2 5,2
Verharmlosung Nationalsozialismus 1.4 1,4 - - 0,8 8,1 3,2
Zustimmung in Prozent; 2420 Befragte

Einstellung zu Asylbewerbern, Muslimen, Sinti und Roma, Homosexuellen

Aussage Zustimmung
Muslimen sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden. 41,4
Sinti und Roma sollten aus den Innenstädten verbannt werden. 49,6
Die meisten Asylbewerber befürchten nicht wirklich, in ihrem Heimatland verfolgt zu werden. 59,9
Es ist ekelhaft, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen. 40,1
Zustimmung in Prozent; 2420 Befragte

Formale Bildung und rechtsextreme Einstellung

Schulabschluss Abitur kein Abitur
Befürwortung Diktatur 2,6 5,7
Chauvinismus 8,7 18,9
Ausländerfeindlichkeit 8,9 23,5
Antisemitismus 1,8 5,6
Sozialdarwinismus 2,2 3,7
Verharmlosung Nationalsozialismus 1,2 2,3
Zustimmung in Prozent; 510 Befragte mit Abitur, 1910 ohne