Rentner-Randale Greis schießt auf Lösch-Hubschrauber - ein Jahr Haft

Die Mittagsruhe war dahin: Weil er sich bei seinem Nickerchen gestört fühlte, hat ein 81-Jähriger in Südfrankreich auf einen Feuerwehr-Hubschrauber geschossen. Ein Gericht verurteilte den Mann jetzt zu einem Jahr Haft auf Bewährung.


Grasse - Der Richter befand den Angeklagten für schuldig, am 21. Juli mehrfach mit einer Jagdflinte auf einen tieffliegenden Helikopter gefeuert zu haben, der sich im Einsatz gegen Brände in der Nähe befand. Als Grund gab der Mann an, er sei durch den Rotoren-Lärm aus seinem Mittagsschlaf gerissen worden.

Von den Nachbarn verständigt, hatte die Polizei größte Probleme, den renitenten Rentner zur Vernunft zu bringen. Dieser wollte sich nicht abführen lassen und beschimpfte die Beamten heftig. Und damit nicht genug: Als die Polizisten bereits glaubten, den Mann beruhigt zu haben, ging dieser in seine Küche und holte ein weiteres Gewehr. In dem folgenden Handgemenge gelang es zwar, den rebellischen Alten festzusetzen, aber erst, nachdem dieser seine Widersacher mit einer Bratpfanne geschlagen hatte.

Nach der Festnahme beschlagnahmte die Polizei insgesamt 15 Jagdgewehre samt passender Munition. Der Richter in Grasse verurteilte den Rentner jetzt wegen Beamtenbeleidigung und unerlaubten Waffeneinsatzes und belehrte ihn, dass "man auf Lösch-Hubschrauber nicht wie auf wilde Enten schießt".



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