Neues Mahnmal in Rostock-Lichtenhagen Fünf Stelen gegen den Hass

Zum 25. Jahrestag sollen die ersten stehen: An die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen werden ab 2017 fünf Blöcke eines Rostocker Künstlerkollektivs erinnern.
Visualisierung einer Steinstele in Rostock

Visualisierung einer Steinstele in Rostock

Foto: SCHAUM/ dpa

Die schweren ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen zählen zu den dunkelsten Tagen in der jüngeren deutschen Geschichten. Nun hat sich die Stadt für ein Mahnmal entschieden, das an die Krawalle erinnern soll. Es besteht aus fünf Steinstelen, die in der Stadt verteilt werden und jeweils einen Aspekt der Krawalle symbolisieren. Mindestens zwei der Stelen sollen bis zum 25. Jahrestag im August 2017 stehen.

Der Entwurf "Gestern Heute Morgen" stammt vom Rostocker Künstlerkollektiv Schaum, das sich in einem Wettbewerb mit insgesamt 89 Teilnehmern durchsetzte. Für das Projekt stehen insgesamt 105.000 Euro zur Verfügung.

Im August 1992 hatten Anwohner und Neonazis vier Tage lang unter dem Applaus Tausender Schaulustiger die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende und ein Wohnheim für vietnamesische Arbeiter angegriffen und teilweise in Brand gesetzt. Die Polizei bekam die Lage tagelang nicht unter Kontrolle, die schockierenden Bilder aus dem Rostocker Ortsteil Lichtenhagen sorgten weltweit für Entsetzen. Dass es keine Verletzten gab, grenzte an ein Wunder.

max/dpa
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