Drogen bei Beerdigung Restaurant serviert Trauergästen versehentlich "Haschkuchen"

Sie klagten über Übelkeit und Schwindel: Den Gästen einer Trauerfeier in der Rostocker Heide wurde aus Versehen ein berauschender Kuchen aufgetischt.

Cannabis-Pflanze (Symbolbild): Falschen Kuchen aus dem Kühlschrank mitgenommen
Matt Masin/ DPA

Cannabis-Pflanze (Symbolbild): Falschen Kuchen aus dem Kühlschrank mitgenommen


In einem Restaurant in der Nähe von Rostock ist den Gästen einer Bestattungsfeier versehentlich Haschischkuchen serviert worden. Eine Angestellte hatte das Gebäck mitgebracht, ohne um dessen berauschende Zutat zu wissen.

Die 18-jährige Tochter der Angestellten backe regelmäßig Kuchen für Veranstaltungen, sagte ein Polizeisprecher. Die Mutter habe wohl "noch einen aus dem heimischen Tiefkühlschrank mitgenommen, ohne dies mit der Tochter abzusprechen". Bei 13 Gästen seien plötzlich Symptome wie Übelkeit oder Schwindel aufgetreten. Zu dem Vorfall kam es bereits im August. Nachdem die "Bild"-Zeitung darüber berichtet hatte, bestätigte die Polizei den Vorfall.

Von den 13 Betroffenen, darunter auch die Witwe, musste eine Frau den Angaben zufolge noch während der Trauerfeier mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, später meldeten sich weitere zur Behandlung in der Klinik. "Die Polizei erfuhr am späten Abend davon, als Teilnehmer ins Polizeirevier Lichtenhagen kamen, um Anzeige zu erstatten", berichtete der Sprecher.

Gegen die 18-Jährige, die den Kuchen für den Eigenbedarf aufbewahrt hatte, wird nun wegen fahrlässiger und gefährlicher Körperverletzung in 13 Fällen, Störung einer Bestattungsfeier und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Ähnlicher Fall in Darmstadt

Am Montagabend löste der sorglose Verzehr von "Hasch-Brownies" bei einer privaten Feier in Darmstadt einen Arzteinsatz aus. Sechs junge Leute im Alter zwischen 19 und 24 Jahren unterschätzten offensichtlich die Wirkung ihres Drogengebäcks und mussten medizinisch versorgt werden, wie die Polizei mitteilte. Einer der Partygäste habe so viele der "Süßigkeiten" konsumiert, dass er bei der Feier kollabiert sei.

Welche Substanzen in welchen Mengen bei der Darmstädter Party genau verbacken wurden, ist den Ermittlern zufolge noch unklar. Reste des Gebäcks seien sichergestellt worden und würden im Labor untersucht.

jki/dpa

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