Rote-Flora-Proteste Polizei erklärt Hamburg zum Gefahrengebiet

150 Beamte gegen 300 Randalierer: In Hamburg ist es auf der Reeperbahn zu gewalttätigen Krawallen gekommen. Am Nachmittag werden neue Proteste erwartet, die Polizei hat das Stadtgebiet zum "Gefahrengebiet" erklärt.
Beschädigter Peterwagen vor Davidwache: Krawalle bis in die Morgenstunden

Beschädigter Peterwagen vor Davidwache: Krawalle bis in die Morgenstunden

Foto: Malte Christians/ dpa

Hamburg - Vor der Davidwache auf der Hamburger Reeperbahn wurden in der Nacht sieben Polizeiwagen beschädigt. Mehr als 300 vermummte Randalierer bewarfen die parkenden Autos mit Steinen. Die Autos wurden so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten, teilte die Polizei am Morgen mit.

Am Abend waren in dem Bereich 150 Beamte zusammengezogen worden, um die Davidwache zu sichern. Die Randalierer zogen daraufhin weiter und verteilten sich in den angrenzenden Straßenzügen. Dort setzten sie Mülltonnen in Brand und warfen die Scheiben einer Sparkassenfiliale ein. Wie hoch der Schaden ist, konnte der Sprecher am Morgen noch nicht sagen. Vier Randalierer wurden in Gewahrsam genommen.

Mehrere tausend Menschen wollen am Samstag für den Erhalt des linken Kulturzentrums Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel auf die Straße gehen. Aus Sorge vor Krawallen hat die Polizei die gesamte Innenstadt zum Gefahrengebiet erklärt. Zwischen 14 und 23 Uhr können Beamte dort ohne konkreten Verdacht Menschen durchsuchen oder in Gewahrsam nehmen sowie Platzverweise erteilen.

Alle Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft hatten parteiübergreifend zum friedlichen Protest aufgerufen.

jul/dpa
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