Rügen Leichenspürhunde orten verschüttetes Mädchen

Einsatzkräfte der Polizei haben auf Rügen offenbar die Leiche einer verschütteten Zehnjährigen geortet. Spürhunde sollen beim Gang über Geröllmassen am Kap Arkona angeschlagen haben.
Erdrutsch auf Rügen: Keine Hoffnung für vermisste Zehnjährige

Erdrutsch auf Rügen: Keine Hoffnung für vermisste Zehnjährige

Foto: Stefan Sauer/ dpa

Kap Arkona - Am Samstagvormittag gaben die Hunde der Suchmannschaft am Kap Arkona laut: "Sie gaben ganz deutliche Signale", sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb. "Ein Hund hat sich sogar an einer Stelle hingesetzt."

Dies sei für die Hundeführer ein deutliches Zeichen, dass die Spürhunde die Zehnjährige lokalisiert haben. "Wir Hundeführer gehen davon aus, dass genau an dieser Stelle die Leiche des Mädchens unter dem Geröll begraben ist".

Die zehnjährige Katharina aus Nordbrandenburg war am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Spaziergang mit ihrer Mutter und der 15-jährigen Schwester bei einem Steilküstenabbruch am Kap Arkona verschüttet worden. Mutter und Schwester überlebten das Unglück.

Die Helfer warten nur auf das Eintreffen eines 55 Tonnen schweren Kettenbaggers, der aus dem rund zwei Kilometer entfernten Vitt herangeschafft wird. Das Gerät ist mit einem 18 Meter langen Ausleger ausgestattet, mit dem die Erdmassen aus sicherer Entfernung abgetragen werden sollen.

Weil der Bagger die engen Wege in Vitt nicht befahren kann, musste er eine acht Kilometer lange Strandfahrt von Juliusruh bis zum Kap bewältigen. Wegen des gestiegenen Wasserstandes hatte das Spezialgerät während seiner mehrstündigen Fahrt über den engen Strand auch große Findlinge durch hüfthohes Wasser umfahren müssen.

Sobald der Bagger eintreffe, werde man umgehend mit den Bergungsarbeiten beginnen, hieß es. "Wir wollen es heute schaffen. Wir wollen heute das Mädchen finden", bekräftigte der Einsatzleiter.

Die von den Hunden markierte Stelle liegt unterhalb des Kliffs, wo früher der Strandweg entlang führte. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte ist der Körper des Mädchens unter einer zwei bis drei Meter dicken Schicht aus Kreide, Geröll und Erde begraben.

Die Suche nach dem Mädchen musste zu Wochenbeginn unterbrochen werden, weil es einen erneuten Hangrutsch gab - genau an der Stelle, wo zuvor schon einmal die Polizeihunde angeschlagen hatten.

ala/dpa/dapd
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