"Jesus von Sibirien" Russische Spezialeinheiten nehmen Sektenführer fest

Er behauptet, eine Wiedergeburt Jesu zu sein: Ein Sektenführer in Russland soll sich an seinen Anhängern bereichert haben. Einsatzkräfte haben den Mann nun gefasst.
Sektenführer Sergei Torop mit Anhängern (Archivbild aus 2009)

Sektenführer Sergei Torop mit Anhängern (Archivbild aus 2009)

Foto: ALEXANDER NEMENOV / AFP

In Russland haben die Behörden einen 59-Jährigen festgenommen, der sich selbst zum Messias erklärt und seine Anhänger finanziell ausgebeutet und seelisch misshandelt haben soll.

Laut Angaben der Staatsanwaltschaft wurde Sergei Torop alias Wissarion mit zwei Helfern in einer abgelegenen Siedlung in der sibirischen Region Krasnojarsk gefasst.

Der frühere Verkehrspolizist Torop hat laut eigenem Bekunden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine "Erweckung" erlebt. 1991 gründete er eine Sekte namens Kirche des Letzten Testaments. Sie hat Tausende Anhänger, die in abgelegenen Siedlungen in Sibirien leben.

Die Gemeinschaft steht seit Langem in der Kritik. In den Neunzigerjahren waren mehrere Sektenmitglieder durch Suizide oder aufgrund der harten Lebensbedingungen und mangelnder medizinischen Versorgung in ihren Siedlungen gestorben.

ala/dpa

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.
Mehrfachnutzung erkannt
Bitte beachten Sie: Die gleichzeitige Nutzung von SPIEGEL+-Inhalten ist auf ein Gerät beschränkt. Wir behalten uns vor, die Mehrfachnutzung zukünftig technisch zu unterbinden.
Sie möchten SPIEGEL+ auf mehreren Geräten zeitgleich nutzen? Zu unseren Angeboten