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23. November 2014, 15:32 Uhr

Managerin Kehm im Interview

Keine Prognose zu Schumacher-Genesung möglich

Auch knapp ein Jahr nach seinem schweren Skiunfall ist noch keine Prognose über die Genesung von Michael Schumacher möglich. Der Formel-1-Rekordweltmeister mache "Fortschritte, die der Schwere seiner Verletzung angemessen sind", so seine Managerin.

Berlin - Wie geht es Michael Schumacher fast elf Monate nach seinem schweren Skiunfall, in welchem Maß kann und wird er sich davon erholen? Seine Managerin Sabine Kehm wagt keine Prognose. "Einen seriösen Ausblick könnte ich nie geben", betonte Kehm in einem Interview, das der Privatsender RTL am Sonntag vor dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi ausstrahlte. "Das ist einfach nicht möglich in dieser Situation."

Schumacher mache "Fortschritte, die der Schwere seiner Verletzung angemessen sind", erklärte Kehm. "Man muss der Sache Zeit geben. Ich glaube, man muss wirklich einfach Geduld haben."

Kehm zufolge hält sich der mediale Wirbel um Schumacher mittlerweile in einem erträglichen Rahmen: "Ich würde schon sagen, dass sich die Situation im Großen und Ganzen beruhigt hat. Die Leute haben verstanden, dass diese ganze Sache mit Ruhe und Geduld abgehen muss."

Formel-1-Rekordweltmeister Schumacher hatte sich am 29. Dezember im Skigebiet oberhalb von Méribel bei einem Sturz trotz eines Helms ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen und zunächst in Lebensgefahr geschwebt. Nach einem monatelangen künstlichen Koma begann Mitte des Jahres die Rehabilitation. Zunächst in einer Klinik in Lausanne, im September teilte Kehm dann mit, dass Schumacher sich zu Hause am Genfer See befinde.

Zum Jubiläum seines ersten WM-Titels am 13. November war die Homepage des mittlerweile 45-Jährigen neu gestartet worden. Ein paar Tage später bedauerte der mit Schumacher befreundete Sebastian Vettel, dass er seine Emotionen zum Wechsel zu Ferrari sein einstiges Kindheitsidol nicht habe mitspüren lassen können. "Leider ist es so, dass man die Begeisterung und die Freude nicht mit ihm teilen kann", hatte Vettel vor seinem letzten Rennen für Red Bull gesagt. Vom kommenden Jahr an wird der 27 Jahre alte viermalige Champion aus Heppenheim, wie von 1996 bis Ende 2006 auch Schumacher, ein Auto des italienischen Traditionsteams Ferrari fahren.

Die Unterstützung von Fans und Freunden weiß Schumachers Umfeld weiter sehr zu schätzen. "Die Familie ist darüber wirklich sehr glücklich und auch sehr berührt. Nach wie vor erhalten wir sehr viel Zuspruch", sagte Managerin Kehm, "ich glaube schon daran, dass positive Energie auch Gutes bewirkt."

ric/dpa

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