Schutz vor Piraten Deutsche Reeder setzen auf private Sicherheitsfirmen

Piratenangriffe am Horn von Afrika sind keine Seltenheit - und die deutschen Reeder reagieren auf das erhöhte Risiko. Einem Zeitungsbericht zufolge nutzen fast alle von ihnen in der Krisenregion private Sicherheitsfirmen, um ihre Boote zu schützen.

Gestelltes Piratenschiff: Mehr Sicherheit durch private Firmen
AFP/MOD 2012

Gestelltes Piratenschiff: Mehr Sicherheit durch private Firmen


Hamburg - Die deutschen Reeder setzen am Horn von Afrika nach Angaben des Reederverbandes private Sicherheitsunternehmen ein. Um ihre Schiffe vor Piratenangriffen zu schützen, nutzten fast alle Unternehmen in dem Krisengebiet die Dienste solcher Firmen, berichtete die Tageszeitung "Die Welt". Dies gelte für den größeren Teil von 1700 Passagen pro Jahr.

Die Bundesregierung hat dem Bericht zufolge noch keine Regelungen für Schiffe unter deutscher Flagge getroffen. Deshalb dürfen die bewaffneten Sicherheitsteams nur an Bord von Schiffen, die unter fremder Flagge registriert sind. Nach Auskunft des Hamburger Reeders Hermann Ebel kostet der vierwöchige Einsatz von britischen oder deutschen Spezialteams rund 97.000 Dollar. "Es ist problemlos möglich, das Sicherheitspersonal in den Häfen auf der Route an Bord zu nehmen und abzusetzen", sagte Ebel.

Nach Angaben des International Maritime Bureau (IMB) ist die Zahl der Piratenangriffe im vergangenen Jahr weltweit leicht zurückgegangen. Demnach gab es im vergangenen Jahr 439 Angriffe, sechs weniger als 2010. Die Zahl der Attacken durch somalische Piraten sei jedoch gestiegen: Sie waren im vergangenen Jahr für 237 Angriffe verantwortlich, 2010 waren es noch 219.

aar/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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kb26919 12.03.2012
1. Endlich mal eine vernünftige Entscheidung
Sich privater sicherheitsrat Firmen zu bedienen denn es ist längst klar dass das Militär nichtVon in der Lage ist zu helfen. Reeder sind fuer ihre Besatzungen,die Ladung und ihre Schiffe verantwortlich plus, 97 000 $ sind immer noch billiger als die Millionen Beträge,die von den Kriminellen verlangt werden.
massamann 13.03.2012
2. Übersetzungshilfe
Politisch korrekt - Deutsch: Privater Sicherheitsdienst - Söldner P.S.: Wer hat eigentlich strunzarme Menschen, die kaum ihr eigenes Überleben sichern können, mit militärischer Ausrüstung versorgt ? Und warum dient die Bundeswehr genau diesen Menschen?
Trondesson 13.03.2012
3.
Was sollen sie auch sonst machen? Die offiziellen Schwachmaten sind ja nicht mehr "befugt", ihren Job zu machen, obwohl sie wahrscheinlich dazu in der Lage wären, mit dem Gesindel da unten mal ordentlich aufzuräumen.
allereber 13.03.2012
4. Sklavenschiffe.
Zitat von kb26919Sich privater sicherheitsrat Firmen zu bedienen denn es ist längst klar dass das Militär nichtVon in der Lage ist zu helfen. Reeder sind fuer ihre Besatzungen,die Ladung und ihre Schiffe verantwortlich plus, 97 000 $ sind immer noch billiger als die Millionen Beträge,die von den Kriminellen verlangt werden.
Das Deutsche Militär dar umgeflaggte Schiffe nicht verteidigen. Diese Reeder sind Ausbeuter ihrer Besatzung. Die Sklavenschiffe gehören verboten. Ausserdem reinigen sie ihre Schiffe illegal auf dem Meer.
markus-f 13.03.2012
5. Quatsch mit Soße ...
So frei nach dem Motto "Piraten lesen ja vielleicht auch Zeitung.." handelt es sich bei dem zitierten Bericht wohl eher um eine PR-Aktion. Kann ja sein, die Herren Freibeuter greifen nicht mehr an, wenn sie professionelle Gegenmaßnahmen befürchten müssen. Ein sehr geringer Prozentsatz von Eignern leistet sich den Luxus von Sicherheit, bzw. kann ihn sich leisten. Unter Berücksichtigung der derzeit dramatisch niedrigen Charter-/Frachtraten ist eine Mehrausgabe von rd. USD 100.000,- pro Passage schlichtweg nicht drin
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