Hagel und Überschwemmungen Heftige Unwetter verwüsten Gebiete in der Schweiz

Überflutete Keller, abgerutschte Böschungen und beschädigte Straßen: Ortschaften in der Schweiz sind nach starkem Regen überschwemmt worden. Mehrere Menschen wurden verletzt, in Norditalien kam ein Mann ums Leben.

Laurent Gillieron/ KEYSTONE/ DPA

Unwetter und Überschwemmungen haben im Westen der Schweiz sowie in Norditalien große Schäden angerichtet. Im Schweizer Kanton Neuenburg trat ein Bach zwischen Dombresson und Villiers über die Ufer und trug Dutzende Autos davon. Mehrere Menschen waren in ihren im Bachbett liegenden Fahrzeugen gefangen.

Nach Angaben der Polizei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. In Dombresson hätten die Straßen mehr als einen Meter unter Wasser gestanden, sagte ein Polizeisprecher der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Auf einem Video war zu sehen, wie sich die Wassermassen ihren Weg durch zahlreiche Ortschaften bahnten.

Tiefgaragen und Keller wurden überflutet, Böschungen rutschten ab, eine Straße wurde beschädigt. Die Behörden warnten die Bevölkerung, sich in tief gelegene Räume zu begeben. Überschwemmte Straßen sollten keinesfalls befahren werden.

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Schweiz: Wassermassen beschädigen Straßen

Laut dem Portal "20Minuten" gingen zwischen 22 Uhr und 3.45 Uhr mehr als 560 Notrufe allein aus dem Val-de-Ruz bei der Kantonspolizei Neuenburg ein. Es seien am Samstagmorgen zwei Hubschrauber im Einsatz gewesen, um möglicherweise vermisste Personen zu suchen und Menschen zu bergen, die aufgrund der Fluten in ihren Häusern festsaßen.

"Meteo Schweiz" zufolge ist in der Region um Dombresson am Samstag nicht mit weiteren Niederschlägen zu rechnen.

Auch in Norditalien hat es Unwetter gegeben: In Turin gingen am Freitagabend Hagel und Starkregen nieder. Auf Videos war unter anderem zu sehen, wie sich ein weißer Strom aus Hagel und Wasser eine Straße hinunterschiebt. Medienberichten zufolge starb ein 65-Jähriger infolge der Unwetter.

In Mailand standen Straßen nach starken Gewittern unter Wasser, berichteten italienische Medien. In Süditalien sollte es hingegen laut dem Wetterdienst 3b Meteo bis zu 40 Grad heiß werden.

Der Bauernverband Coldiretti teilte mit, dass es in diesem Jahr bereits 124 Mal zu starkem Hagel gekommen sei. Das seien 88 Prozent mehr Fälle als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

cop/dpa



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