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09. Juni 2007, 20:28 Uhr

Schwulen-Demo

Gewalt gegen Homosexuelle in Bukarest

Bei einer Kundgebung von Homosexuellen in der rumänischen Hauptstadt Bukarest ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Gegner der Schwulen hatten die Parade mit Steinen, Müll, Eiern und Tomaten beworfen.

Bukarest - Bei einer Demonstration des Vereins der Homosexuellen in der rumänischen Hauptstadt Bukarest ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Gegner der Homosexuellen hatten die Parade mit Steinen, Müll, Eiern und Tomaten beworfen. Die Polizei musste Tränengas einsetzen. Mehr als Hundert Gewalttäter wurden festgenommen. In Rumänien wird Homosexualität erst seit 2001 nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Sie stößt jedoch noch immer auf starke Ressentiments in der Gesellschaft.

Die Protestkundgebung stand unter dem Motto "Marsch der Vielfalt". Der Schlusspunkt der Veranstaltung bildete das "GayFest 2007". Es beteiligten sich etwa 300 Menschen unter dem Schutz von rund 400 Polizisten. Organisiert hatte die Veranstaltung der rumänische Verein "Accept", der sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzt.

Am Vormittag hatte der rechtsextreme Verein "Noua Dreapta" ("Neue Rechte") gegen die Schwulenparade demonstriert. Die rumänisch-orthodoxe Kirche hatte Gottesdienste gegen die ihrer Meinung nach bei der Schwulen-Parade propagierte "Sünde" angekündigt.

van/dpa/Reuters

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