Segovia Lächelnde Statue - was soll das, zum Teufel?

Sie sieht unschuldig aus und sorgt für eine Menge Ärger: Eigentlich sollte die Teufelsstatue in Segovia an eine alte Legende der spanischen Stadt erinnern. Doch nun darf sie erst einmal nicht aufgestellt werden.

Er sitzt auf einer Mauer vor der Altstadt Segovias, hält ein Smartphone in der Hand und lächelt in die Kamera. Doch genau dieser Gesichtsausdruck einer neuen Statue verärgert nun einige Bürger der spanischen Stadt. Warum? Weil es sich bei der Figur um den Teufel handelt.

Der Künstler José Antonio Abella fertigte die Statue an, die an eine Legende erinnern soll. Durch Segovia zieht sich ein Aquädukt, der die Stadt mit Wasser versorgte. Laut der Legende soll niemand anders als der Teufel der Schöpfer der riesigen Bögen gewesen sein.

In nur einer Nacht soll der Teufel den Aquädukt gebaut haben. Seine Schnelligkeit kam nicht von ungefähr - damit habe er sich die Seele einer jungen Frau erkaufen wollen, heißt es. Aus seinem Plan wurde jedoch nichts, weil im Morgengrauen ein Stein in dem Monument fehlte.

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Die Legende vom Teufel als Architekten wird sich seit Jahrhunderten erzählt. Doch eine Statue, die ihn nun lächelnd zeigt, das geht manchen Bürgern der Stadt zu weit. Einige fänden, die Statue verherrliche mit ihrer Darstellung den Teufel, berichten mehrere Medien wie unter anderem der britische "Guardian " und die BBC. 

Mit einer Online-Petition wenden sich die Gegner nun gegen den Plan, den Teufel in der Altstadt zu platzieren. Seine freundliche Darstellung widerspreche der eigentlichen Art des Teufels, der abscheulich und verachtenswert sei. Mehr als 5500 Menschen haben den Antrag bereits unterzeichnet.

Ein Richter hat nun das Aufstellen der Statue vorerst ausgesetzt. Er wolle prüfen, inwiefern die Figur Christen beleidige.

Den Künstler überraschte die Kritik an seinem Werk. Die Figur habe nichts mit Satanismus zu tun, sagte José Antonio Abella dem "Guardian". Die Statue sei eine lächelnde Karikatur des Teufels, die keine religiösen Aspekte verfolge. "Das ist alles sehr unschuldig", sagte Abella. "Das wirft eine sehr trauriges Bild auf Segovia und Spanien."

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