Obdachlos in Sibiren "Ich schlafe mit geschlossenen Augen, aber offenen Ohren"

Alexei Vergunov lebt seit elf Jahren auf der Straße. Wie überlebt er den sibirischen Winter ohne ein Dach über dem Kopf? Ein Fotograf hat ihn begleitet.
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Seit elf Jahren lebt der 46-jährige Alexei Vergunov auf den Straßen von Omsk in Sibirien. Seine Zigaretten dreht er aus Zeitungspapier. In der Stadt leben mehr als 1,1 Millionen Menschen. Mindestens 3500 von ihnen haben kein Zuhause - laut offiziellen Zahlen. In Wahrheit dürften es deutlich mehr sein.

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Im Winter sinken die Temperaturen häufig auf minus 30 Grad Celsius. Um nicht zu erfrieren, drängen sich die Obdachlosen um warme Rohre von Industrieanlagen.

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Vergunov und seine Freunde: Um an etwas Geld zu kommen, suchen sie im Müll nach Verwertbarem, für das sie bei einem Recyclinghof Geld bekommen.

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Dieses warme Rohr ist das Zuhause des 57-jährigen Oleg, sein Spitzname ist "der Künstler". Bevor er obdachlos wurde, lebte er in einem Wohnblock nur 300 Meter entfernt.

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Andere suchen Schutz in unterirdischen Kammern, durch die wärmende Rohre verlaufen.

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Vor dem Recyclinghof organisieren Freiwillige einmal in der Woche eine Suppenküche. Für einige ist es die einzige warme Mahlzeit.

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Lyusya Stepanova hat zumindest vorübergehend in einem Rehabilitationszentrum Unterschlupf gefunden. Der Platz ist begrenzt, sie teilt sich das Zimmer mit anderen Frauen.

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An diesem Tag findet Vergunov nur Konserven aus Aluminium, die er zu Geld machen kann.

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Von dem Geld kauft er sich Alkohol. "Nachts schlafe ich mit geschlossenen Augen, aber offenen Ohren", sagt er.

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Vergunov ist nicht der Einzige, der sich mit Alkohol betäubt. Der Spitzname des 49-jährigen Sasha ist "1,5-Liter-Flasche". Der Rausch ist gefährlich. Er gibt zwar das Gefühl von Wärme, aber einige bemerken nicht, wenn sie auskühlen.

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Sasha zusammen mit Lyusya Stepanova und ihrem gemeinsamen Hund. Auch die Wärme der Rohre ist tückisch.

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Wer sich zu weit von den Rohren entfernt, droht zu erfrieren, kommt man ihnen zu nahe, verbrennen sie die Haut.

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Sie ist oft die Hoffnung der Obdachlosen: Eine Mitarbeiterin auf dem Recyclinghof tauscht den gesammelten Schrott gegen Geld.

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Laut Schätzungen leben mindestens 13 Prozent der Russen an der Armutsgrenze. Sie haben umgerechnet 140 Euro im Monat zur Verfügung - oder weniger. Das betrifft immerhin 19 Millionen Menschen.

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koe
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