8,5 Tonnen Pyrotechnik Australien begrüßt neues Jahr mit Rekord-Feuerwerk

Mehr als 100.000 pyrotechnische Effekte erhellten den Himmel: Die australische Stadt Sydney ist zehn Stunden vor uns ins neue Jahr gestartet - mit dem größten Feuerwerk ihrer Geschichte.


Auf dem fünften Kontinent hat das neue Jahr 2019 schon begonnen: Zehn Stunden vor den Menschen in Mitteleuropa konnten die Bewohner der australischen Ostküste den Jahreswechsel feiern. Dazu gehörte - wie jedes Jahr - ein gewaltiges Feuerwerk über dem Hafen von Sydney.

Nach Angaben der Stadt kam dabei eine Rekordmenge an Pyrotechnik zum Einsatz: achteinhalb Tonnen und damit eine halbe Tonne mehr als im vergangenen Jahr. Mehr als 100.000 Raketen und andere Effekte ließen den Himmel über geschätzt 1,5 Millionen Zuschauern zwölf Minuten lang erstrahlen.

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Silvester-Rekord: Hier sehen Sie Sydneys größtes Feuerwerk

Die Organisatoren sprachen von den gigantischsten Neujahrsfeierlichkeiten, die es je gegeben habe. Die Kosten beliefen sich auf umgerechnet rund 3,7 Millionen Euro. Bei Einwohnern rief der Ablauf der diesjährigen Feier auch Kritik hervor: Besucher mussten sich erstmals Tickets für Teile des Hafengeländes mit der besten Sicht aufs Feuerwerk kaufen. Der Zugang zu einer Silvesterparty im Botanischen Garten kostete beispielsweise 335 australische Dollar.

Die Menschen in Sydney waren nicht die ersten, die das neue Jahr begrüßen durften. Dieses Privileg kam einigen weiter östlich gelegenen Inselstaaten im Pazifik wie etwa Samoa zu. Nach Australien wird das neue Jahr dann in Asien, Europa, Afrika und Amerika anbrechen.

Zur größten Silvesterparty Deutschlands werden am Abend in Berlin Hunderttausende Feierlustige erwartet. Die Festmeile erstreckt sich über zwei Kilometer vom Brandenburger Tor über die Straße des 17. Juni bis zur Siegessäule. Das Gelände öffnete um 14 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Geplant sind Auftritte von Künstlern wie DJ Bobo, Bonnie Tyler und Eagle Eye Cherry.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch in Paris finden die traditionellen Feierlichkeiten in diesem Jahr unter besonders scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Rund um die Champs-Elysées soll es verstärkte Kontrollen geben. Die "Gelbwesten"-Bewegung hat zu gewaltfreien Feiern zum Jahreswechsel aufgerufen.

lov/AFP/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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hzj 31.12.2018
1. Aber Im Unterschied zu Deutschland
sind in Australien landesweit praktisch überall private Feuerwerke verboten. Da beschießt daher niemand Rettungssanitäter mit Feuerwerkskörpern, wirft Nachbarn Böller in die Kapuze oder sprengt Fahrkahrtenautomaten mit Sylvesterkrachern. Das ganze passiert kontrolliert von dafür ausgebildeten Fachleuten, nicht von besoffenen Halbstarken und unzurechnungsfähigen Chaoten.
pilgram.deute 31.12.2018
2. Silvesterfeier
Ach, über die Eintrittspreise wird sich aufgeregt, aber die Feinstaubproblematik geht den Australiern am allerwertesten vorbei. Bei solchen einer Masse an Pyrotechnik,die noch von der Stadt Sydney verballert wurde, wären in unserem,diesen Land der Demo-Teufel los. Nun,ja dann mal Prosit Neujahr2019.
krustentier120 31.12.2018
3. Derbe fortschrittlich
Da werden in einer Nacht die jährlichen Emissionen einer Kleinstadt freigesetzt, und hier treten passend zu diesem Zeitgeist Bonnie Tyler und DJ Bobo auf. Irgendwie dachte ich, wir seien weiter.
Hamberliner 31.12.2018
4. lässt sich noch weiterentwickeln
Schade, dass sich niemand an die Aufgabe wagt, Feuerwerk und Musik zu einem Gesamtkunstwerk zu kombinieren. Riesige lautlos aufblühende bunte Blumen am schwarzen Nachthimmel synchronisiert mit "Speed of Sound" von Coldplay. Zum bislang üblichen stochastischen Geknalle und Gepfeife würde dann höchstens der zu Messerstechereien animierende Zuhälter-Lärm passen, den man als "Rap" bezeichnet, und darauf könnte ich verzichten.
dansyd 31.12.2018
5.
Bin selbst Deutsch/Australier der in DE lebt und an Sylvester vermisse ich meine alte Heimat wo die Leute ein bisschen vernünftiger sind und dieser ätzende total bescheuerte Bullshit der hier in DE abgeht einfach verboten ist. Letztes Jahr konnten wir um 5 nach 12 kaum noch atmen hier in unserer deutschen Stadt. Am nächsten Tag hatte mein Auto eine Beule im Dach, die STrasse schaute aus wie Athen nach 6 Wochen Müllabfuhr-Streik. Und wenn ich die Diskussionen verfolge... mein Gott wie rückständig das hier doch alles ist. Die Deutschen tun mir schon irgendwo leid, keinerlei Mut mal nach vorne zu schauen und mal zu sagen "Hey, hier können wir uns verbessern". Nein, alles muss immer bleiben so wie es schon immer war.
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