Jahreswechsel So feierte Berlin ins neue Jahr

Ruhiger als in den Vorjahren hat in Berlin das neue Jahr begonnen – doch Böller- und Raketenschüsse hielten die Polizei in ständiger Bereitschaft. Wegen Corona fielen die Feierlichkeiten nicht nur in Deutschland, sondern weltweit deutlich kleiner aus.
Die Silvestershow am Brandenburger Tor fand ohne Publikum statt

Die Silvestershow am Brandenburger Tor fand ohne Publikum statt

Foto: Michael Sohn / AP

Lautstark, aber mit deutlich weniger Menschen auf den Straßen als in den Vorjahren hat auch in Berlin um Mitternacht das neue Jahr begonnen. In vielen Kiezen wurden Böller und Raketen gezündet, über mehreren Bezirken in Berlin kreisten Polizeihubschrauber. Doch an der Lageeinschätzung der Polizei änderte sich auch nach Mitternacht nichts. »Es ist ruhig, es ist wenig los«, sagte ein Sprecher.

Bereits zuvor hatten sich die Einsatzkräfte bei den Einwohnern bedankt und sie dafür gelobt, sich an die Silvester-Maßnahmen in der Coronakrise weitgehend gehalten zu haben.

Dennoch hatten die Beamten viel zu tun: Mehr als 80 Menschen wurden vorübergehend von der Polizei festgehalten wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz, wie ein Sprecher sagte. Mindestens drei Beamte wurden demnach im Einsatz leicht verletzt, konnten den Dienst aber fortsetzen. »Zünden von Pyro, Feuern aus Schreckschusswaffen, Konsum von Alkohol – die von unseren Kollegen aufgenommenen Personalien füllen gleich mehrere Anzeigen«, teilte die Polizei schon am frühen Abend auf Twitter mit.

Griechen mit mehr Feuerwerk denn je

In Griechenland wurde der Jahreswechsel landesweit mit riesigen Feuerwerken gefeiert – es wurde weitaus mehr geböllert als zuvor. Griechische Medien berichteten von »einer der spektakulärsten pyrotechnischen Shows aller Zeiten«. Feuerwerk zu Silvester ist in Griechenland längst nicht so üblich wie in Deutschland. Traditionell spielen die Griechen in der Neujahrsnacht Karten.

Weil dieses Jahr aber Corona-Ausgangsverbot herrschte, überboten sich Städte, Gemeinden und Stadtteile in Sachen Pyrotechnik. Vor allem im Großraum Athen und in Piräus stiegen gewaltige Feuerwerke in den Himmel, die die Menschen von Balkonen und Dachterrassen aus verfolgten.

Ein Feuerwerk erleuchtet die Akropolis in Athen

Ein Feuerwerk erleuchtet die Akropolis in Athen

Foto: Uncredited / dpa

Zuerst hatte das neue Jahr um elf Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) in den Südseestaaten Samoa und Kiribati begonnen. Um 14 Uhr MEZ starteten die Menschen im australischen Sydney ins neue Jahr. Das berühmte Feuerwerk am Opernhaus fiel dabei wegen Corona kleiner aus als in den Vorjahren.

Mit einem achtminütigen Feuerwerk am höchsten Gebäude der Welt hat auch Dubai das neue Jahr begrüßt. Vor dem traditionellen digitalen Countdown an der angestrahlten Fassade des 828 Meter hohen Burdsch Chalifa wurde in einer Lasershow all denen gedankt, die sich 2020 in der medizinischen Pflege und auch sonst im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eingesetzt haben.

Zuschauer in unmittelbarer Nähe waren nicht erlaubt. Wer die Absperrungen überwinden wollte, riskierte beispielsweise in Sydney ein Bußgeld von mehr als 620 Euro.

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2021 beginnt: Die Bilder zum Jahreswechsel

Foto: Mark Baker / AP

Unter dem Eindruck hoher Corona-Todeszahlen ist Russland ins neue Jahr gestartet. In der Hauptstadt Moskau fand um Mitternacht das traditionelle Feuerwerk in der Nähe des Kremls statt. Ansonsten war die Silvesternacht in Europas größter Stadt geprägt von Corona-Beschränkungen: Bars und Restaurants waren seit 23 Uhr geschlossen, Schlittschuhbahnen ebenso. Sicherheitskräfte sollten verhindern, dass zu große Menschenmassen auf den Roten Platz strömen.

Insgesamt dauert es 26 Stunden, bis die ganze Welt in ostwestlicher Richtung ins neue Jahr kommt. Ganz am Schluss stehen die unbewohnten Eilande Bakerinsel und Howlandinsel im Pazifik. Wenn dort 2021 anbricht, ist in Deutschland der Neujahrstag bereits 13 Stunden alt.

sms/mjm/dpa
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