Skurriler Steckbrief Polizei erstellt Phantombild des Apostels Paulus

Missionar gesucht: Ermittler des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes haben die Gesichtszüge des Apostels Paulus rekonstruiert. Zur Fahndung wurde der berühmte Märtyrer jedoch nicht ausgeschrieben.


Düsseldorf - Hohe Stirn, braune Augen, Vollbart: So ungefähr soll der Apostel Paulus von Tarsus ausgesehen haben. Experten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes (LKA) haben jetzt ein Bild des Missionars entworfen. "Ausnahmsweise wird damit nicht nach der abgebildeten Person gefahndet", scherzten die Ermittler.

Phantombild des Apostels Paulus: "Ausnahmsweise wird damit nicht gefahndet"
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Phantombild des Apostels Paulus: "Ausnahmsweise wird damit nicht gefahndet"

Ein Spezialist aus der Einsatzgruppe "Visuelle Fahndungshilfen" hatte die Paulus-Zeichnung angefertigt. Dabei richtete er sich nach Vorgaben des Düsseldorfer Historikers Michael Hesemann, der als "Zeuge" zum Einsatz kam.

Hesemann hatte die Fahnder um Unterstützung für ein neues Buchprojekt gebeten. Das Bild soll in einem Werk über den Apostel erscheinen, der zwischen 7 und 10 n. Chr. geboren und zwischen 64 und 67 n. Chr. in Rom hingerichtet wurde.

Schon 2003 waren LKA-Experten dem Forscher mit einem ungewöhnlichen Phantombild zur Hand gegangen. Damals zeichneten sie ein Porträt des Apostels Petrus, das in dem Band "Der erste Papst" abgedruckt wurde. Bei einer Audienz in Rom hatte der Autor die Petrus-Illustration dem damaligen Papst Johannes Paul II. überreicht.

taf/dpa



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