Somalia Piloten landen Airbus auf der Straße

Den schlecht beleuchteten Flughafen konnten sie nicht ansteuern, der Sprit ging zur Neige: Eine Airbus-A300-Crew eines Frachtflugs aus Kairo hat die Maschine auf einer Straße bei Mogadischu gelandet.

REUTERS

Die Crew eines Airbus A300 hat ihr voll beladenes Langstreckenflugzeug auf einer Straße in Somalia gelandet. Laut Behörden gelang der siebenköpfigen Besatzung dort die Landung, nachdem sie zuvor mehrere Landeanflüge abbrechen musste.

Der Vorfall ereignete sich 25 Kilometer außerhalb der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Nur ein Mitglied der Besatzung wurde bei der ungewöhnlichen Sicherheitslandung leicht verletzt, wie ein Mitarbeiter der Flugsicherung sagte.

Unfallmaschine in Belgien gestartet

Der aus Kairo kommende Frachtjet hatte demnach am Montagabend in der Dunkelheit mehrere Landeanflüge auf den unbeleuchteten Adan Adbdulle-Flughafen abbrechen müssen. Die Besatzung des Jets mit dem Logo der ägyptischen Fluglinie Tristar Air entschloss sich daher zur Landung auf der Straße nahe einer Militärbasis, da der Treibstoff zur Neige ging.

Nach Angaben des Hamburger Flugunfalluntersuchungsbüro Jacdec dürfte der knapp 35 Jahre alte Jet wohl ein Totalschaden sein.

Die Maschine transportierte auf dem Flug vom belgischen Ostende über Kairo Nachschub für die Mission der Afrikanischen Union in Somalia. Die AU hat dort mehr als 22.000 Soldaten stationiert, die im Kampf gegen die Schabaab-Terrormiliz im Einsatz sind.

Nach Jacdec-Angaben fehlt auf dem Flughafen Mogadischu bereits seit Jahren eine Landebahn-Beleuchtung.

apr/dpa

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