Straßenverkehr Zahl der Verkehrstoten sinkt weiter

Der deutsche Straßenverkehr wird offensichtlich sicherer: Im ersten Quartal 2010 sank die Zahl der Verkehrstoten weiter, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent. Dabei war bereits 2009 ein neuer Tiefststand erreicht worden.


Wiesbaden - 1005 Menschen verloren zwischen Januar und April 2010 ihr Leben im Straßenverkehr. Das sind 187 Tote weniger als im ersten Quartal 2009. Die Anzahl der Verkehrstoten sank damit um 16 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Dabei war bereits 2009 ein neuer Tiefststand erreicht worden: Im ganzen Jahr starben 4160 Menschen durch Unfälle. Das Bundesamt teilte mit, dass sich der positive Trend nun offenbar fortsetzt.

Auch gab es weniger Verletzte als im Vorjahr: rund 98.500 Menschen erlitten Verletzungen im Straßenverkehr, elf Prozent weniger als noch 2009.

Ein Anstieg wurde hingegen bei der Anzahl der polizeilich erfassten Unfälle verzeichnet: Diese stieg im ersten Quartal 2010 um 4,3 Prozent auf 756.200 an. Laut Bundesamt ist das aber auf eine Zunahme der Unfälle mit Sachschäden zurückzuführen, Zusammenstöße mit Personenschäden sanken um zwölf Prozent.

Am 19. Juni ist der bundesweite Tag der Verkehrssicherheit. Auf Initiative des Deutschen Verkehrssicherheitsrats gibt es in vielen Städten Auto- und Gesundheitschecks, Fahrsicherheitstrainings oder Tests in Fahrsimulatoren.

Die Vereinten Nationen haben die kommenden zehn Jahre zur Dekade der Verkehrssicherheit erklärt. Mit verschiedenen Kampagnen sollen die Straßen bis 2020 sicherer gemacht werden.

tro/dpa/ddp/AFP



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