Streit um das Sorgerecht "Der Vater muss auf Knien rutschen"

Vater und Tochter: "Das war die größte Demütigung überhaupt"
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Vater und Tochter: "Das war die größte Demütigung überhaupt"

2. Teil: "Getrennte Paare sind nun mal nicht harmonisch"


SPIEGEL ONLINE: Wurde das Kind nicht auch angehört?

Gampert: Natürlich, es gab da auch den sogenannten Vertreter des Kindes, in unserem Fall ein Rechtsanwalt ohne jede psychologische Qualifikation. Der hat sich 20 Minuten mit meinem Sohn unterhalten und dann mit der Mutter, und dann hat auch er festgestellt, das gemeinsame Sorgerecht dient nicht dem Wohl des Kindes. Ich wurde gar nicht gehört. Mein Sohn war völlig verunsichert. In der Befragung durch die Richter hat er dann leider das gesagt, was von der Mutter offenbar gewünscht war, und danach hat er sich mir gegenüber ziemlich geschämt.

SPIEGEL ONLINE: Und das Urteil wurde dann auch von höheren Instanzen bestätigt?

Gampert: Ja. Nachdem auch der Bundesgerichtshof an dieser Auslegung nichts auszusetzen hatte, habe ich auch in Straßburg, beim Gerichtshof für Menschenrechte, geklagt. Die haben meine Klage aber gar nicht angenommen - mit der Begründung, ich hätte ja die Möglichkeit gehabt, bei einem deutschen Gericht das Sorgerecht zu beantragen. Aber dieses Recht läuft leer, weil nach der Logik der deutschen Gerichte ein gemeinsames Sorgerecht für Paare, die nicht gerade absolute Harmonie demonstrieren, gar nicht möglich ist - und getrennte Paare sind nun mal nicht harmonisch.

SPIEGEL ONLINE: Sie meinen also, dass eine Klagemöglichkeit, die quasi leer läuft, auch künftig in Straßburg Bestand haben könnte?

Gampert: Ja. Das war für mich absolut niederschmetternd, dass die Straßburger Richter unseren Fall so abgebügelt haben. Und die neue Straßburger Entscheidung ist ja auch sehr vorsichtig. Deshalb mache ich mir auch keine allzu großen Hoffnungen, dass das jetzt anders läuft. Das Straßburger Urteil wird den von der Frauenlobby dominierten deutschen Gesetzgeber wieder zu rechtlichen Lösungen ermutigen, die die Väter krass benachteiligen.

SPIEGEL ONLINE: Einem Fall, wo der Vater sich gar nicht oder mehr schlecht als recht um das Kind kümmern will, würde ein gemeinsames Sorgerecht ab Geburt aber nicht gerecht.

Gampert: Das sagt sich so leicht. Oft kommt der Vater gar nicht dazu, sich um das Kind zu kümmern, weil die Frau ihm den Umgang verweigert. Ich denke: Wer sein Kind bei einer staatlichen Behörde anerkennt und mitteilt, dass er sich um sein Kind kümmern will, der sollte das gemeinsame Sorgerecht haben. Wenn sich die Eltern dann langfristig nicht verstehen, muss das Familiengericht eben eine sorgerechtliche Entscheidung treffen. Hier müssen Kompromisse gemacht werden, die das Monopol der Mutter eben auch beschneiden. Das ist bei verheirateten Paaren auch so. Wo ist das Problem?

SPIEGEL ONLINE: Gerade wenn man sich die ersten Reaktionen der Bundesjustizministerin ansieht, könnte es dazu kommen, dass der Vater erst zu Gericht muss, wenn die Mutter kein gemeinsames Sorgerecht will.

Gampert: Dann passiert genau das, was das Grundgesetz meiner Ansicht nach verbietet: Dass der Mutter aus ihrer Geschlechtszugehörigkeit ein rechtlicher Vorteil erwächst. Die Mutter hat ihr Sorgerecht, weil sie gebiert. Der Vater dagegen muss auf den Knien rutschen und vor Gericht gehen. Es würde mich freuen, wenn es anders käme, aber ich glaube es nicht. Erst wenn auf die Familiengerichte aufgrund des neuen Antragsrechts eine Welle von Verfahren zurollt, in denen Väter ihr Sorgerecht einklagen, dann kippt das.

SPIEGEL ONLINE: Sie klingen verbittert.

Gampert: Nein, überhaupt nicht. Aber ich glaube, dass im deutschen Bundestag handfeste Interessenvertretung betrieben wird. Und die Frauenlobby ist eine der stärksten Lobbys überhaupt.

SPIEGEL ONLINE: Was für ein Verhältnis haben Sie jetzt zu Ihrem Sohn?

Gampert: Ein gutes. Inzwischen lebt er bei mir, und ich habe auch das Sorgerecht.

SPIEGEL ONLINE: Wie bitte? Wie kam es dazu?

Gampert: Nach dem Ende der Verfahren hat die Mutter unsere Fifty-Fifty-Regelung aufgekündigt und den Sohn ganz zu sich genommen. Aber das ging ziemlich schief. Es gab über die Jahre immer mehr Probleme, in der Schule, vor allem aber zwischen ihm und der Mutter, weil sie offenkundig überfordert und er über weite Strecken sich selbst überlassen war. Dieses Frühjahr ist der Konflikt zwischen Sohn und Mutter so groß geworden, dass die Mutter selbst gesagt hat, es geht nicht mehr.

SPIEGEL ONLINE: Und dann?

Gampert: Auf Anregung der Schule kam es zu einem Treffen mit dem Jugendamt. Da wurde dann ein sogenanntes Familien-Clearing durch eine Psychotherapeutin verabredet. Dabei kam heraus: Der Sohn will zum Vater, die Mutter hatte nichts dagegen, und ich habe gesagt: Klar, okay, unter der Bedingung, dass ich das gemeinsame Sorgerecht bekomme. Und so kam es dann: Ich hab' mein Arbeitszimmer ausgeräumt. Und auch wenn es somit in der übrigen Wohnung recht eng wurde, ist mein Sohn zu uns gezogen, das heißt zu meiner Frau und zu unseren beiden Söhnen, seinen Brüdern.

SPIEGEL ONLINE: Und wie klappt das jetzt?

Gampert: Prima. Seither läuft's in der Schule wieder, und auch zu der Mutter habe ich jetzt wieder ein ganz normales Verhältnis. Mein Sohn fühlt sich wohl in unserer Familie, so wohl, dass er jetzt sogar meinen Namen annehmen wollte, um richtig dazuzugehören, vor allem auch zu seinen zwei Brüdern. Und die Mutter hat auch da zugestimmt.

SPIEGEL ONLINE: Das Leben war also offenbar klüger als die Gerichte.

Gampert: So kann man das sagen. Aber wenn ich sehe, wie viel Leid wir über all die Jahre ertragen haben - das will ich keinem wünschen.

Das Interview führte Dietmar Hipp

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Antje Technau, 05.12.2009
1. Rechte und Pflichten!
Zitat von sysopEs ist eine gute Nachricht für viele ledige Väter: Sie sollen künftig beim Sorgerecht besser gestellt werden. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger will einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Benachteiligt Ihrer Meinung nach das aktuelle Familienrecht die Väter?
die ledigen Väter, die sich bisher aktiv an der Pflege und Erziehung ihrer Kinder beteiligt haben, waren benachteiligt. Wenn sich das durch noch zu verabschiedende Gesetze jetzt dergestalt ändert, dass diese Väter jetzt das gleiche Sorgerecht wie die Mütter haben, dann ist das völlig in Ordnung. Zu befürchten ist allerdings, dass die ledigen Väter es mit ihrem Sorgerecht ebenso halten werden wie die verheirateten Männer, die das Sorgerecht schon immer hatten: sie werden ihre Rechte einfordern, aber ihren PFLICHTEN nicht nachkommen. Nur 5% nehmen den Erziehungsurlaub, um von Anfang an eine Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Nur wenige Väter verlassen pünklich nach Dienstschluß ihre Arbeitsstätte, um ihr Kind aus dem Kindergarten oder von der Schule abzuholen. So gut wie gar keine Väter nehmen Urlaub, wenn ihr Kind krank ist, um das Kind zu Hause zu pflegen. All das soll jetzt nicht heißen, dass man in D das Sorgerecht nicht auch ledigen Vätern von Geburt an übertragen soll. Wenn man die Gesetze zum Wohl des Kindes neu ordnet, dann sollte man aber gleichzeitig ein Gesetz verabschieden, das empfindliche Strafen für den Elternteil (egal welchen!) vorsieht, der seine ElternPFLICHTEN gegenüber dem Kind vernachlässigt. Speziell die Pflicht der *Personensorge*. Dann müssten die Arbeitgeber in Zukunft auch Väter freistellen, wenn diese wg. Kind nach Hause müssen. Das sollte ebenfalls im Sinne sowohl der Kinder als auch der Väter sein! Und entlastet endlich mal die berufstätigen Mütter...
fuji-san 05.12.2009
2.
Zitat von Antje Technaudie ledigen Väter, die sich bisher aktiv an der Pflege und Erziehung ihrer Kinder beteiligt haben, waren benachteiligt. Wenn sich das durch noch zu verabschiedende Gesetze jetzt dergestalt ändert, dass diese Väter jetzt das gleiche Sorgerecht wie die Mütter haben, dann ist das völlig in Ordnung. Zu befürchten ist allerdings, dass die ledigen Väter es mit ihrem Sorgerecht ebenso halten werden wie die verheirateten Männer, die das Sorgerecht schon immer hatten: sie werden ihre Rechte einfordern, aber ihren PFLICHTEN nicht nachkommen. Nur 5% nehmen den Erziehungsurlaub, um von Anfang an eine Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Nur wenige Väter verlassen pünklich nach Dienstschluß ihre Arbeitsstätte, um ihr Kind aus dem Kindergarten oder von der Schule abzuholen. So gut wie gar keine Väter nehmen Urlaub, wenn ihr Kind krank ist, um das Kind zu Hause zu pflegen. All das soll jetzt nicht heißen, dass man in D das Sorgerecht nicht auch ledigen Vätern von Geburt an übertragen soll. Wenn man die Gesetze zum Wohl des Kindes neu ordnet, dann sollte man aber gleichzeitig ein Gesetz verabschieden, das empfindliche Strafen für den Elternteil (egal welchen!) vorsieht, der seine ElternPFLICHTEN gegenüber dem Kind vernachlässigt. Speziell die Pflicht der *Personensorge*. Dann müssten die Arbeitgeber in Zukunft auch Väter freistellen, wenn diese wg. Kind nach Hause müssen. Das sollte ebenfalls im Sinne sowohl der Kinder als auch der Väter sein! Und entlastet endlich mal die berufstätigen Mütter...
Sie sprechen da ein paar wichtige Punkte an, wie ich finde. Um Männern die Umsetzung dieser Punkte zu erleichtern, finde ich, muss aber noch einiges mehr an Benachteiligung von Männern aufhören. Punkt A ist natürlich: Endlich keinerlei Unterhalt mehr, auch nicht die ersten drei Jahre. Wer zu Hause bleiben will, kann das aus seinen eigenen Ersparnissen finanzieren - dann müßten endlich Männer nicht mehr den Familienfinanzierer spielen. Alternativ gibt es für jeden, der zu Hause bleiben will, einen staatlichen Kredit zu günstigen Konditionen, dessen Höhe sich am Einkommen des Kreditnehmers ausrichtet - und nein, Ehepaare werden nicht zusammenveranlagt. Punkt B ist natürlich, dass Frauen endlich einmal finanzielle Pflichten für die Kinder übernehmen, und zwar im Rahmen eines gesetzlich festgeschriebenen Unterhaltes, den sie zu zahlen haben. Denn wie bitte schön sollen Väter zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist, während Mutti der Arbeit nachgeht, wenn die Väter dadurch den Unterhalt den sie erwirtschaften müssen, in Gefahr bringen, Frauen dagegen nur Geld ranschaffen, um es selbst zu verjubeln? Punkt C wäre dann eine Ausweitung des Umgangsrechts Richtung 50:50 - Betreuung. Schliesslich kann es ja nicht angehen, dass Väter nur dann verlangt werden, wenn Mutti gerade mal etwas besseres vorhat, als ihren Pflichten gegenüber den Kindern nachzukommen, sei es, weil sie keine Lust hat, die Krankenbetreuung zu übernehmen, sei es, weil sie gerne viel Geld hat und also auch Vollzeit arbeitet. Wenn Sie diese Punkte mitbedenken, ja, dann finde ich Ihre Vorschläge sehr gut. Solange diese Punkte nicht vom Gesetzgeber mitbedacht werden, muss man wohl von einer Benachteiligung von Vätern im Familienrecht sprechen - und kann ihren berufstätigen Müttern nur zurufen, dass sie in schlicht keiner Weise irgendwie über Gebühr belastet sind, ganz im Gegenteil.
Antje Technau, 05.12.2009
3.
Zitat von fuji-sanSie sprechen da ein paar wichtige Punkte an, wie ich finde. Um Männern die Umsetzung dieser Punkte zu erleichtern, finde ich, muss aber noch einiges mehr an Benachteiligung von Männern aufhören. Punkt A ist natürlich: Endlich keinerlei Unterhalt mehr, auch nicht die ersten drei Jahre. Wer zu Hause bleiben will, kann das aus seinen eigenen Ersparnissen finanzieren - dann müßten endlich Männer nicht mehr den Familienfinanzierer spielen. Alternativ gibt es für jeden, der zu Hause bleiben will, einen staatlichen Kredit zu günstigen Konditionen, dessen Höhe sich am Einkommen des Kreditnehmers ausrichtet - und nein, Ehepaare werden nicht zusammenveranlagt. Punkt B ist natürlich, dass Frauen endlich einmal finanzielle Pflichten für die Kinder übernehmen, und zwar im Rahmen eines gesetzlich festgeschriebenen Unterhaltes, den sie zu zahlen haben. Denn wie bitte schön sollen Väter zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist, während Mutti der Arbeit nachgeht, wenn die Väter dadurch den Unterhalt den sie erwirtschaften müssen, in Gefahr bringen, Frauen dagegen nur Geld ranschaffen, um es selbst zu verjubeln? Punkt C wäre dann eine Ausweitung des Umgangsrechts Richtung 50:50 - Betreuung. Schliesslich kann es ja nicht angehen, dass Väter nur dann verlangt werden, wenn Mutti gerade mal etwas besseres vorhat, als ihren Pflichten gegenüber den Kindern nachzukommen, sei es, weil sie keine Lust hat, die Krankenbetreuung zu übernehmen, sei es, weil sie gerne viel Geld hat und also auch Vollzeit arbeitet. Wenn Sie diese Punkte mitbedenken, ja, dann finde ich Ihre Vorschläge sehr gut. Solange diese Punkte nicht vom Gesetzgeber mitbedacht werden, muss man wohl von einer Benachteiligung von Vätern im Familienrecht sprechen - und kann ihren berufstätigen Müttern nur zurufen, dass sie in schlicht keiner Weise irgendwie über Gebühr belastet sind, ganz im Gegenteil.
sollten das die Paare, egal ob verheiratet oder nicht, nicht besser untereinander ausmachen? Von einem jungen Paar, das ich kenne und das plant, jetzt gemeinsame KInder zu haben, sagte er: "wenn wir dann Kinder haben, will ich, dass Du zu Hause bleibst und Dich um unsere Kinder kümmerst. Ich verdiene genug, dass wir uns das leisten können". Sie will dann lieber halbtags arbeiten, um nicht den Kontakt zum Beruf zu verlieren. Nach drei oder noch mehr Jahren Kinderpause findet man in anspruchsvolleren Berufen mangels Qualifikation schliesslich keinen Job mehr. Ausserdem kennt sie die neue Gesetzeslage, nach der von einer Mutter, deren jüngstes Kind älter als drei Jahre ist, verlangt wird, dass auch sie wieder arbeiten geht. Dass sie dann vom Ex-Mann nicht mehr den Unterhalt beanspruchen kann wie die Frauengeneration vor ihr. Nach dem Motto: einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin... Daher war ihr Vorschlag an ihn: "wenn du das wirklich willst, dass ich zu Hause bleibe, dann will ich das von dir schriftlich (Ehevertrag), dass du mir im Falle einer Trennung einen angemessenen Unterhaltsbetrag zahlst, damit ich dann nicht als Hertz IV-Empfängerin dastehe, weil unsere Kinder älter als drei Jahre sind und ich keinen Job mehr kriege..." Seitdem denkt er darüber nach, ob sie nicht doch halbtags arbeiten gehen sollte. Und ob "Fremdbetreuung" für "sein Kind" wirklich so schlimm wäre. Worüber er nicht nachdenkt ist, ob er nicht in der Zeit, wo seine Frau arbeitet, im Job zurückstecken könnte. Damit zu der Zeit keine "Fremdbetreuung" nötig ist. manche Männer wollen das so. Für die hängt deren Vertsändnis von "Männlichkeit" davon ab.
Antje Technau, 05.12.2009
4.
Zitat von fuji-sanSie sprechen da ein paar wichtige Punkte an, wie ich finde. Um Männern die Umsetzung dieser Punkte zu erleichtern, finde ich, muss aber noch einiges mehr an Benachteiligung von Männern aufhören. Punkt A ist natürlich: Endlich keinerlei Unterhalt mehr, auch nicht die ersten drei Jahre. Wer zu Hause bleiben will, kann das aus seinen eigenen Ersparnissen finanzieren - dann müßten endlich Männer nicht mehr den Familienfinanzierer spielen. Alternativ gibt es für jeden, der zu Hause bleiben will, einen staatlichen Kredit zu günstigen Konditionen, dessen Höhe sich am Einkommen des Kreditnehmers ausrichtet - und nein, Ehepaare werden nicht zusammenveranlagt. Punkt B ist natürlich, dass Frauen endlich einmal finanzielle Pflichten für die Kinder übernehmen, und zwar im Rahmen eines gesetzlich festgeschriebenen Unterhaltes, den sie zu zahlen haben. Denn wie bitte schön sollen Väter zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist, während Mutti der Arbeit nachgeht, wenn die Väter dadurch den Unterhalt den sie erwirtschaften müssen, in Gefahr bringen, Frauen dagegen nur Geld ranschaffen, um es selbst zu verjubeln? Punkt C wäre dann eine Ausweitung des Umgangsrechts Richtung 50:50 - Betreuung. Schliesslich kann es ja nicht angehen, dass Väter nur dann verlangt werden, wenn Mutti gerade mal etwas besseres vorhat, als ihren Pflichten gegenüber den Kindern nachzukommen, sei es, weil sie keine Lust hat, die Krankenbetreuung zu übernehmen, sei es, weil sie gerne viel Geld hat und also auch Vollzeit arbeitet. Wenn Sie diese Punkte mitbedenken, ja, dann finde ich Ihre Vorschläge sehr gut. Solange diese Punkte nicht vom Gesetzgeber mitbedacht werden, muss man wohl von einer Benachteiligung von Vätern im Familienrecht sprechen - und kann ihren berufstätigen Müttern nur zurufen, dass sie in schlicht keiner Weise irgendwie über Gebühr belastet sind, ganz im Gegenteil.
alleinerziehende Mütter und auch berufstätige in Partnerschaft lebende Mütter haben schon immer die finanziellen Pflichten übernommen. Von dem Mini-Kindesunterhalt, den ledige Väter für ihre Kinder zahlen (siehe Düsseldorfer Tabelle), bekommt keine Alleinerziehende ihr Kind satt (Kinder von High End- verdienenden Vätern ausgenommen) ich weiß nicht, welche Frauen Sie kennen (Germany's Next Topmodels, Boxenluder u.ä?), aber die meisten berufstätigen Frauen mit Kindern geben ihr Geld für ihre Kinder/Familie aus. Und nicht für sich selbst. darauf warten Mütter schon lange...verheiratete wie unverheiratete.
fuji-san 05.12.2009
5.
Zitat von Antje Technaualleinerziehende Mütter und auch berufstätige in Partnerschaft lebende Mütter haben schon immer die finanziellen Pflichten übernommen. Von dem Mini-Kindesunterhalt, den ledige Väter für ihre Kinder zahlen (siehe Düsseldorfer Tabelle), bekommt keine Alleinerziehende ihr Kind satt (Kinder von High End- verdienenden Vätern ausgenommen) ich weiß nicht, welche Frauen Sie kennen (Germany's Next Topmodels, Boxenluder u.ä?), aber die meisten berufstätigen Frauen mit Kindern geben ihr Geld für ihre Kinder/Familie aus. Und nicht für sich selbst. darauf warten Mütter schon lange...verheiratete wie unverheiratete.
Sorry, aber die Düsseldorfer Tabelle fängt für ein Kind zwischen 12 und 17 bei 295 Euro an, hinzu kommt noch das Kindergeld, so dass fast fünfhundert Euro einer Alleinerziehenden für ein Kind mindestens zur Verfügung stehen. Das ist kein Minibetrag, sondern mehr, als 12 bis 17-jährige verbrauchen. Allerdings finde ich, dass man da ruhig vierhundert Euro draus machen kann, und dann den Betrag halbieren sollte - wobei sowohl Mutter als auch Vater 200 Euro zahlen sollten. Ach so, ganz vergessen - die Ausgaben, welche der Vater für die Kinder tätigt bei Wahrnehmung seines Erziehungsrechts und Umgangsrechts sollten natürlich auch als "Sachleistungen" gewertet werden, die genauso, wie die Sachleistungen der Mutter, aus dem Kindesunterhalt zu zahlen sind - natürlich ist auch hier das geltende Recht eine Benachteiligung von Männern.
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