Mittelmeerküste Deutsches Ehepaar stirbt bei Waldbränden in Südeuropa

Viele Brände, extreme Hitze: In Teilen Südeuropas und der Türkei kämpfen die Menschen weiter ums Überleben. Türkische Medien berichten, dass ein Ehepaar aus Deutschland tot aufgefunden wurde.
Menschen fliehen vor den sich ausbreitenden Feuern – so wie hier im türkischen Bodrum

Menschen fliehen vor den sich ausbreitenden Feuern – so wie hier im türkischen Bodrum

Foto: Mehmet Guzel / dpa

Am sechsten Tag in Folge kämpfen die Rettungskräfte in der Türkei noch immer gegen Wald- und Buschbrände. Von 156 ausgebrochenen Bränden seien laut der türkischen Kommunikationsdirektion 146 unter Kontrolle gebracht. Die Brände toben vornehmlich an der Mittelmeerküste. Besonders betroffen sind die Regionen Antalya, Muğla, aber auch Adana. Etliche Regionen wurden evakuiert, viele Dörfer und Landstriche wurden von den Flammen zerstört, zahlreiche Tiere konnten nicht gerettet werden.

In der Türkei, wo bisher acht Menschen ums Leben gekommen sind, starb auch ein deutsch-türkisches Ehepaar, wie türkische Medien berichteten. Der Mann und die Frau seien leblos auf einem Weg in der Nähe ihres Hauses in Manavgat in der Region Antalya gefunden worden, schrieb die regierungsnahe türkische Nachrichtenagentur Demirören Haber Ajansı (DHA). Das Auswärtige Amt bestätigte die Berichte am Dienstag zunächst nicht.

Auch in Italien, wo zuletzt im Süden des Landes, auf den großen Inseln und teilweise an der Adriaküste ebenfalls heftige Waldbrände tobten, besserte sich die Situation etwas, wie die Feuerwehr mitteilte. Am Dienstagmorgen wurden landesweit 1130 Einsätze in den zurückliegenden 24 Stunden wegen Buschfeuern gemeldet. Die Polizei nahm derweil am Montag zwei Brandstifter auf Sizilien fest. Die Carabinieri hätten die beiden Männer im Alter von 80 und 25 Jahren auf frischer Tat in der zentralen Provinz Enna ertappt, hieß es in einer Mitteilung.

Unterdessen dauert in Griechenland die historische Hitzewelle an. Seit über einer Woche klettern die Temperaturen dort für mehrere Stunden täglich auf über 40 Grad. In Mittelgriechenland und auf der Halbinsel Peloponnes werden von Dienstag bis Freitag weiterhin Spitzenwerte von bis zu 46 Grad erwartet. Die Feuerwehr kämpfte in der Nacht zum Dienstag auf der Insel Rhodos gegen einen Wald- und Buschbrand in einer Schlucht nahe dem Dorf Maritsa, das Dorf musste evakuiert werden. Touristische Anlagen waren nicht bedroht.

In Bulgarien toben bei Temperaturen um 40 Grad und Trockenheit ebenfalls Wald- und Flächenbrände. Betroffen war am Dienstag vor allem der Süden des Balkanlandes, wo die zweithöchste Alarmstufe Orange ausgerufen wurde. Die Brände wurden zwar unter Kontrolle gebracht, die Feuer konnten aber nicht ganz gelöscht werden, wie Medien in Sofia berichteten.

kim/dpa
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