Sweatshops in Asien Kate-Moss-Kollektion von ausgebeuteten Arbeitern produziert

Hippe Höschen, grausige Arbeitsbedingungen: Die Kate-Moss-Kollektion des britischen Modehauses Topshop wird der "Sunday Times" zufolge von Arbeitern in Asien hergestellt, die sechs Tage die Woche je 12 Stunden lang schuften. Und das für gerade einmal sechs Euro am Tag.


London – Die Pants und Hemdchen sind typisch Kate Moss – knapp, sexy und eher für die schlankeren Vertreterinnen ihres Geschlechts. Damit auch Jugendliche unter 30 sich die hippen Teilchen leisten können, sind die Preise moderat – eine abgeschnittene Jeans etwa wurde zur Eröffnung für 45 Euro angeboten. Doch auch das hat seinen Preis: Denn hergestellt wird die Mode, die im britischen H&M-Pendant Topshop hängt, der "Sunday Times" zufolge etwa von Billigarbeitern auf Mauritius.

Kate Moss mit selbst entworfenen Kleidern: Im Mai kam die Kollektion in die Läden
AP / Topshop

Kate Moss mit selbst entworfenen Kleidern: Im Mai kam die Kollektion in die Läden

Der Zeitung zufolge, die sich auf Angestellte des Modehauses bezieht, arbeiten in den Zulieferfabriken dort hunderte Menschen aus Asien täglich bis zu zwölf Stunden, sechs Tage die Woche. Der Stundenlohn betrage manchmal gerade einmal 32 Cent. Topshop-Besitzer Philip Green, der mit einem Vermögen von mehreren Milliarden Euro zu den reichsten Männern Großbritanniens gehört, kündigte eine Untersuchung an.

Ermittlungen seien jedoch schwierig, da die Fabriken nicht zu Topshop gehörten, sagte Green. Ein Sprecher von Supermodel Kate Moss wollte sich dem Blatt zufolge nicht äußern. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge hat Topshop ihr für die Kollektion 4,5 Millionen Euro bezahlt. Die Mode war im Mai - begleitet von einer großen Marketingkampagne - in die Läden gekommen.

ase/dpa



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