Punks und das 9-Euro-Ticket Sylter Bürgermeister verteidigt Betonmauer gegen Wildpinkler

Weil einige Punks dort hineinpinkelten, ist nun eine Gasse auf Sylt mit Betonquadern versperrt. Die Barrikade sei umstritten, sagt Bürgermeister Häckel. Er halte sie dennoch für »wichtig«.
Punks in Westerland auf Sylt: Nicht überall willkommen

Punks in Westerland auf Sylt: Nicht überall willkommen

Foto: Axel Heimken / picture alliance/ dpa

Der Bürgermeister von Sylt hat eine Betonmauer verteidigt, die seine Gemeinde vor einem privaten Durchgang errichtet hatte, den einige Punks zuvor als Toilette missbraucht hatten. »Natürlich ist die Abgrenzung heiß diskutiert, polarisiert und die ›Punks‹ gehen damit auf ihre Weise polarisierend um. Dennoch war dieses Zeichen wichtig, denke ich«, sagte Nikolas Häckel der Nachrichtenagentur dpa. Ordnungsamt und Polizei gingen seinen Worten nach mit Augenmaß und gleichzeitig konsequent mit der Lage um.

Nach massiven Beschwerden von Geschäftsleuten und Gastronomen hatte die Gemeinde den privaten Durchgang in der Nähe eines Brunnens in der Inselhauptstadt Westerland mit Betonblöcken zugestellt. Dies sei in Abstimmung mit den Eigentümern zum Schutz von deren Eigentum und zur Vermeidung weiterer Verunreinigungen geschehen. Zudem steht nun ein Zaun um den Brunnen, der den Punks als Treffpunkt diente.

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Die Einführung des 9-Euro-Tickets hat dazu geführt, dass auch einige Dutzend Punks auf die Nordseeinsel gereist sind. Häckel bestätigte, dass der Frust von Hauseigentümern, Gastronomen und Gewerbetreibenden und auch der wirtschaftliche Schaden deswegen groß seien.

»Viele Leute kommen gar nicht mehr zu diesem Platz, vor allem Familien und Senioren«, zitiert  das »Hamburger Abendblatt« den Betreiber eines Crêpes-Stands neben der nun mit Betonklötzen versperrten Gasse. Nur die Stammgäste kämen trotzdem und einige sogar extra, um sie zu unterstützen.

»Wir tun doch niemandem was«, sagte eine Frau aus der Punk-Gruppe der Zeitung. Sie sorge nach eigenen Angaben immer wieder dafür, dass wieder Ruhe einkehre, wenn der Alkohol die Stimmung am Brunnen in Westerland aus dem Ruder laufen lasse.

lov/dpa
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