Markus Deggerich

Debatte über "taz"-Kolumne Meine Frau ist also Müll?

Seit jemand aus meiner Branche die Branche meiner Frau diffamierte, bin ich ein unfreiwilliger Polizist.
Polizeieinsatz zur Müllbeseitigung

Polizeieinsatz zur Müllbeseitigung

Foto: A3116 Tim Brakemeier/ dpa

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Die Frage, wer bei uns in der Familie den Müll runterbringt, ist nie diskutiert worden. Es ist ein Erziehungsversäumnis und wird jedes Mal wieder neu verhandelt. Meistens erwischt es die unterdrückte Minderheit der weißen Mittelklasse-Eltern (zwei gegen vier), manchmal die unterdrückte Minderheit der weißen Mittelklasse-Jungs (zwei gegen vier), aber wenn wir alle ehrlich sind, macht doch meistens die (weiße) beste Frau der Welt diesen Job.

Sie erledigt diese Drecksarbeit klaglos, will dafür weder gelobt werden, noch erwartet sie eine Gegenleistung. Natürlich, jubelte ich bisher innerlich, dieses weiße Weib erkennt halt von Natur aus, wo ihr Platz, was ihre Aufgabe ist. Inzwischen weiß ich, dank der Aufklärung durch die "taz", dass es anders ist: Sie hat uns alle getäuscht, vermutlich genießt sie es sogar, es muss ihr dabei gut gehen, denn dieses Drecksstück von Polizistin ist dann unter ihresgleichen, Müll mit Müll, Müll im Müll. Meine Frau ist Müll. 

Ich habe mal als Journalist versucht, eine Hauptkommissarin beim Bundeskriminalamt als Informantin, also sogenannte Quelle, zu gewinnen. Wir kannten uns zufällig, von ganz ganz früher, als sie noch Abiturientin war, und schon damals davon sprach, sie wolle mal Kommissarin werden, Fälle lösen, Arschlöcher überführen. Eine Idealistin. 16 Jahre später ging mein Anwerbeversuch gründlich daneben, sie weigerte sich, mich mit Informationen zu füttern. Statt Quelle wurde sie meine Frau.

Ihre Entscheidung war die beste meines Lebens.

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