Fall Tebartz-van Elst Limburger Sorgentelefon wird freigeschaltet

Die Affäre um Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst löste große Aufregung aus, vor allem im Bistum Limburg. Dort wird nun ein Sorgentelefon freigeschaltet - um Priester, Diakone und Mitarbeiter zu beruhigen.

Franz-Peter Tebartz-van Elst (Oktober 2013): Früherer Bischof von Limburg
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Franz-Peter Tebartz-van Elst (Oktober 2013): Früherer Bischof von Limburg


Limburg - Im Bistum Limburg gibt es ab sofort ein Sorgentelefon für Menschen, die durch den Skandal um Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst persönlich betroffen sind. Das Bistum bat um Verständnis dafür, dass die Hotline nur für Priester, Diakone und Mitarbeiter des abgesetzten Bischofs bestimmt ist.

"Das Telefon steht natürlich jedem offen, der davon erfährt und anrufen möchte", sagte Seelsorger Ludwig Reichert der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Aktion könne aber nicht allen bundesweit, die ihren Ärger über die katholische Kirche loswerden wollten, ein offenes Ohr bieten. Dafür fehlten Kapazitäten. Das Angebot solle aber mehr als eine "Beruhigungspille" sein, sagte er.

Bei dem Sorgentelefon können Anrufer anonym schildern, wie sie die Krise erlebt haben. Der Sprecher des ehemaligen Priesterrates des Bistums, Reinhold Kalteier, sagte der Zeitung: "Die Dimension der persönlichen Verletzungen und Lügen spielt in der bisherigen Aufarbeitung der Ereignisse der letzten Jahre noch eine zu geringe Rolle."

Papst Franziskus hatte den Bischof Ende März unter anderem wegen der Kostenexplosion beim Bau seines Amtssitzes in Limburg abberufen. Tebartz-van-Elst zieht Anfang September nach Regensburg, wo er leben will, bis er eine neue Aufgabe erhält.

wit/dpa

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