#TetrisChallenge Einsatzkräfte stellen Spielzeug nach

Weltweit posieren Feuerwehrleute und Polizisten wie Actionpuppen neben ihren Fahrzeugen und ordentlich aufgereihter Ausrüstung - und veröffentlichen die Fotos auf Instagram. Was hat es damit auf sich?

Die Bundespolizei hat eins ihrer Fahrzeuge ausgeräumt - und den Inhalt ordentlich aufgereiht. Einsatzkräfte weltweit haben an der #TetrisChallenge auf Instagram teilgenommen
Sebastian Grafe/Bundespolizei/dpa

Die Bundespolizei hat eins ihrer Fahrzeuge ausgeräumt - und den Inhalt ordentlich aufgereiht. Einsatzkräfte weltweit haben an der #TetrisChallenge auf Instagram teilgenommen


Eine Instagram-Challenge beschäftigt derzeit Einsatzkräfte auf der ganzen Welt: Feuerwehrleute, Sanitäter, Soldaten räumen ihre Fortbewegungsmittel aus - und erschaffen mit Fotos aus der Vogelperspektive Eindrücke, die den Bildern auf der Rückseite von Playmobilverpackungen gleichen.

Rettungswesten, Drehleitern, Verkehrskegel, Waffen, Werkzeug, Helme und die Einsatzkräfte selbst liegen ordentlich aufgereiht neben ihren Fahrzeugen. Die Menschen wirken wie Actionpuppen. Außer Feuerwehr- und Rettungswagen wurden auch Hubschrauber, Schiffe und eine Panzerhaubitze entladen.

Unter dem Hashtag #TetrisChallenge finden sich Tausende Bilder, die das Innenleben der Transportmittel zeigen.

Auch die Bundespolizei im niedersächsischen Duderstadt ließ sich für #TetrisChallenge ablichten. "Fast wie ein Modellbausatz", steht unter dem Bild auf einem Instagram-Kanal, auf dem die Behörde um Nachwuchs wirbt.

Solche und ähnliche Aktionen sollten die Bundespolizei als modernen Arbeitgeber darstellen, sagte eine Sprecherin. Die Seriosität der Polizei sei damit nicht in Frage gestellt.

Die #TetrisChallenge hat sich innerhalb weniger Wochen zu einem weltweiten Phänomen entwickelt. Begonnen hat den Trend die Kantonspolizei Zürich mit einem Foto, das auf ihrem Instagram-Kanal am 1. September veröffentlicht wurde.

"Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, was sich alles in einem Patrouillenwagen der Verkehrspolizei befindet - voilà", steht unter dem Bild der Kantonspolizei.

Auf Instagram finden sich mittlerweile Bilder aus zahlreichen Ländern - unter anderem aus den USA, Singapur, Ungarn, Taiwan und China.

Teils fordern sich die Polizei- oder Feuerwehreinheiten auch gegenseitig heraus, an der Challenge teilzunehmen.

Das Phänomen, parallel oder im rechten Winkel zueinander aufgereihte Gegenstände zu fotografieren, war auf Instagram schon zuvor beliebt: Der Trend nennt sich "Knolling" und geht auf den Hausmeister einer Möbelfirma namens Knoll zurück, der liegengebliebenes Werkzeug auf diese Weise arrangierte. Der US-Künstler Thomas Sachs adaptierte den Begriff und so wurde er populär.

cop/dpa



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