Nach Rettung aus Höhle Zwei Thai-Fußballer wollen Taucher werden

Ihr Fall ging um die Welt: 2018 wurde eine Fußballmannschaft in einer thailändischen Höhle eingeschlossen. Taucher retteten die Gruppe. Nun kündigten zwei der Überlebenden an, selbst für die Marine arbeiten zu wollen.

Die zwölf Jungs der Fußballmannschaft aus Mae Sai und ihr ehemaliger Fußballtrainer (4.v.l, hintere Reihe)
DPA

Die zwölf Jungs der Fußballmannschaft aus Mae Sai und ihr ehemaliger Fußballtrainer (4.v.l, hintere Reihe)


Nach ihrer dramatischen Rettung aus einer Höhle vor fast einem Jahr wollen zwei der jungen thailändischen Fußballer nun selbst Marinetaucher werden. Die zwölf Jungen und ihr Co-Trainer äußerten sich in ihrer Heimatstadt Mae Sai auf einer Pressekonferenz.

Zwei von ihnen kündigten an, später als Taucher in eine Spezialeinheit der thailändischen Marine gehen zu wollen. Der 15-Jährige Prajak Sutham sagte: "Ich will dem Land etwas zurückgeben. Und außerdem sehen diese Offiziere so cool aus."

Die U16-Mannschaft des örtlichen Vereins Moo Pa ,"Wildschweine", war am 23. Juni vergangenen Jahres nach dem Training bei einem Ausflug in eine Höhle von Wassermassen überrascht worden. Es dauerte 17 Tage, bis alle Jugendlichen gerettet werden konnten.

Auch Elon Musk schaltete sich in den Fall ein

Bei der Aktion, an der auch viele Taucher aus dem Ausland beteiligt waren, kam der ehemalige Marinetaucher Saman Kunan ums Leben. Seitdem wurde die Höhle von mehr als 1,3 Millionen Touristen besucht.

Der Fall löste weltweite Anteilnahme aus: US-Präsident Donald Trump meldete sich nach der Rettung ebenso zu Wort wie der deutsche Außenminister Heiko Maas und die deutschen Fußball-Nationalspieler Toni Kroos und Mesut Özil. Selbst Tesla-Chef Elon Musk bezog Stellung.

Der Milliardär wollte den Einsatz mit einem U-Boot in Kindergröße unterstützen, das er extra dafür habe bauen lassen. Auf Twitter veröffentlichte er mehrere Videos, die das Gerät bei Testtauchgängen in einem Pool in Los Angeles zeigten. Es sei "leicht genug, um von zwei Tauchern getragen zu werden, klein genug um durch enge Lücken zu kommen" und "extrem robust." Ein Rettungstaucher hatte für Musks Pläne nur Kritik übrig und sagte, das Angebot sei "nur ein PR-Gag gewesen".

Demnächst kommt in Thailand ein Film ("The Cave") über das Schicksal der Jungen in die Kinos. Der US-Streamingdienst Netflix arbeitet aktuell an einer Serie. Der 15-jährige Adul Sam-On sagte, der verunglückte Taucher sei "wie ein zweiter Vater für uns alle".

Lesen Sie hier eine Chronologie der Ereignisse der dramatischen Rettung.

bam/dpa



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