Tod am Mount Everest Bergsteiger ließ Ehefrau zurück

15 Minuten vor dem Gipfel wurde seine Frau höhenkrank, er ging trotzdem weiter: Bergsteiger Robert Gropel spricht im TV vom tödlichen Drama am Mount Everest.

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Im australischen Fernsehen hat Bergsteiger Robert Gropel vom Todeskampf am Mount Everest berichtet. Er und seine Frau Maria Strydom wollten gemeinsam vor gut zehn Tagen den höchsten Berg der Welt bezwingen, doch nur er kehrte lebend zurück.

Rund eine Viertelstunde Aufstieg vom Gipfel entfernt, so erzählt es Gropel nun im australischen Fernsehen, sei seine Frau plötzlich höhenkrank geworden. "Ich fragte sie, macht es dir etwas aus, wenn ich weitergehe? 'Ja, Du gehst weiter', antwortete sie mir", sagte Gropel dem Sender Seven Network.

"Ich rannte hoch, und es bedeutete mir überhaupt nichts", sagte der Australier unter Tränen. "Ich wollte mich nicht von ihr trennen." Beim gemeinsamen Abstieg redete die erfahrene Bergsteigerin, im Hauptberuf Dozentin an einer Hochschule in Melbourne, plötzlich wirr, konnte nicht mehr richtig gehen. Sherpas brachten ihr noch zusätzlichen Sauerstoff, vergeblich.

Witwer: "Natürlich mache ich mir Vorwürfe"

"Ich bin ihr Ehemann, und es ist mein Job, meine Frau zu beschützen. Natürlich mache ich mir jetzt Vorwürfe", sagte der Witwer nun. "Es bricht mir das Herz, Bilder von ihr anzuschauen." Er wurde von Rettungseinheiten alleine vom Berg geflogen.

Neben dem Mount Everest wollte Maria Strydom auch die übrigen der sogenannten Seven Summits besteigen, die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente.

"Indem wir die sieben Gipfel besteigen, wollen wir beweisen, dass Veganer alles können", hatte sie laut einem Blogeintrag ihrer Hochschule gesagt. Sie und ihr Mann wollten so den ständigen Fragen entgegnen, ob sie mangelernährt seien.

Außer Strydom verloren binnen weniger Tage zuletzt mindestens vier weitere Bergsteiger am Mount Everest ihr Leben. Auch ein Niederländer und drei Inder starben.

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Mehr als 150 Bergsteiger: Massenandrang auf dem Everest

apr



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