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Unfall Hamburg: Auto rast auf Gehweg

Foto: Fabian Bimmer/ dpa

Tod von Hamburger Prominenten Unfallfahrer soll Wiederholungstäter sein

Vier Menschen starben bei einem verheerenden Unfall in Hamburg - darunter der Sozialwissenschaftler Günter Amendt und der Schauspieler Dietmar Mues. Jetzt stellte sich heraus: Der Unfallverursacher hatte bereits zwei Crashs auf dem Konto und leidet offenbar an Epilepsie.

Hamburg - Wie das "Hamburger Abendblatt" am Donnerstag berichtet, soll der 38-jährige Alexander S., der unter Drogeneinfluss am 12. März 2011 einen schweren Unfall im Hamburger Stadtteil Eppendorf mit vier Toten verursachte, bereits in der Vergangenheit auffällig geworden sein.

Demnach sagte der Anwalt des Unglücksfahrers, Henry Schulitz, der Zeitung, dass sein Mandant schon zweimal Unfälle verursacht habe, die auf epileptische Anfälle zurückzuführen sein sollen. Nach einer Karambolage im Jahr 2008 sei dem Mann der Führerschein abgenommen worden. Der 38-Jährige ging dem Zeitungsbericht zufolge aber erfolgreich dagegen vor.

Bei dem Unfall im März waren neben dem Sozialwissenschaftler Günter Amendt und dem Schauspieler Dietmar Mues auch dessen Ehefrau Sibylle sowie die Bildhauerin Angela Kurrer (Stiefmutter des Schauspielers Dominic Raacke) getötet worden.

Die Unglücksursache ist bisher nicht geklärt. S. soll mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren und bei Tempo 100 im Stadtteil Eppendorf gegen einen VW Golf geprallt und dann in eine Menschengruppe gerast sein. Mindestens acht Personen wurden verletzt. Der Fahrer hatte zum Unfallzeitpunkt neben einem Medikament gegen epileptische Anfälle auch den Cannabis-Wirkstoff THC im Blut.

Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Dem 38-Jährigen droht bei einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe.

ala/dpa
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