Treffen mit Papst Tebartz-van Elst soll sich entschuldigt haben

Der Papst hat Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Auszeit verordnet. Nun berichtet eine italienische Zeitung Details aus dem Treffen zwischen Franziskus und dem umstrittenen Bischof. Demnach soll er Kommunikationsfehler zugegeben haben.

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Archiv): Aus Limburg abgezogen
DPA

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Archiv): Aus Limburg abgezogen


Frankfurt/Limburg - Bei seinem Treffen mit Papst Franziskus im Vatikan soll sich der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst entschuldigt haben. Das berichtet die italienische Zeitung "La Republicca". Dem Bericht zufolge soll Tebartz-van Elst Kommunikationsfehler in Bezug auf die immense Kostensteigerung beim Bau seines Amtssitzes eingeräumt haben. Er müsse sich nun einer "Zeit der Meditation und des Nachdenkens" hingeben.

Zwei Tage nach dem Treffen hatte der Vatikan die Entscheidung bekanntgegeben, dass Tebartz-van Elst eine Auszeit von unbestimmter Dauer nehmen soll. Vorerst wird der neue Generalvikar Wolfgang Rösch die Geschäfte im Limburger Bistum führen.

Tebartz-van Elst wird seit Wochen scharf kritisiert. Es geht zum einen um die hohen Kosten für seinen Limburger Amtssitz, die auf mindestens 31 Millionen Euro gestiegen sind. Zum anderen um den Antrag der Hamburger Staatsanwaltschaft auf einen Strafbefehl.

Seit einer Woche untersucht eine Kommission unter der Leitung des Paderborner Weihbischofs Manfred Grothe die Finanzaffäre im Limburger Bistum. Das Ergebnis der Untersuchung dürfte auch für die Zukunft von Tebartz-van Elst von entscheidender Bedeutung sein.

hut/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.