Türkei Drei Tote nach Erdbeben in der Region Van

Ein neues Beben der Stärke 5,7 hat den Osten der Türkei erschüttert: Mindestens drei Menschen starben, mehr als 50 sind in einem eingestürzten Hotel verschüttet. Erst vor wenigen Wochen hatte in der Region Van die Erde gebebt - und 570 Menschen das Leben gekostet.

Rettungskräfte auf der Suche nach Verschütteten: Provinz Van kommt nicht zur Ruhe
DPA

Rettungskräfte auf der Suche nach Verschütteten: Provinz Van kommt nicht zur Ruhe


Van - Es ist ein Schock für die Menschen in der osttürkischen Provinz Van: Wie türkische Medien berichten, sind bei einem Beben der Stärke 5,7 mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Der staatliche Fernsehsender TRT Haber zeigte Bilder von Einwohnern, die panisch durch die Straßen rennen und von Rettungskräften, die in den Trümmern nach Verschütteten suchen. Nach Angaben des Senders Sky Turk konnten bisher elf Menschen gerettet werden.

Etwa 18 Gebäude sind bei dem Beben eingestürzt, darunter auch zwei Hotels, in denen sich zu dem Zeitpunkt mindestens 50 Menschen aufgehalten haben sollen. Der Sender NTV berichtete, dass Helfer Sicherheitsvorkehrungen getroffen hätten, weil möglicherweise Gas aus einer zerstörten Leitung des Bayram Hotels ströme.

Erst Ende Oktober hatte ein verheerendes Beben der Stärke 7,2 die Provinz Van nahe der Grenze zum Iran erschüttert: Behördenangaben zufolge kamen dabei 570 Menschen ums Leben, 2555 Menschen wurden verletzt. Immer wieder gab es jedoch auch positive Nachrichten: Insgesamt 187 Menschen konnten lebend aus den Trümmern gerettet werden.

Seitdem kam es zu etwa 1400 Nachbeben. Viele Menschen, die ihre Häuser verloren haben, campieren seither in Zelten - trotz der zunehmenden Kälte. Kritiker hatten unter anderem die mangelhafte Bausubstanz in der ärmlichen Region für das Ausmaß der Zerstörung verantwortlich gemacht.

aar/Reuters/AP



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