Uno-Familienstudie "Das Zuhause ist statistisch gesehen einer der gefährlichsten Orte für eine Frau"

Eine aktuelle Untersuchung der Vereinten Nationen zu Gleichberechtigung und häuslicher Gewalt liefert alarmierende Ergebnisse: Drei Milliarden Frauen leben in Ländern, in denen Vergewaltigung in der Ehe nicht verboten ist.

Symbolbild häusliche Gewalt
Maurizio Gambarini/DPA

Symbolbild häusliche Gewalt


Frauen werden weltweit zu wenig vor häuslicher Gewalt geschützt. Zu diesem Ergebnis kommt die Frauenorganisation der Vereinten Nationen, UN Women, in ihrer aktuellen Fortschrittsstudie unter dem Titel "Familien in einer sich ändernden Welt".

In 111 von 189 untersuchten Ländern und Gebieten, in denen drei Milliarden Frauen leben, steht Vergewaltigung in der Ehe nicht unter Strafe. In 19 Ländern sind Frauen gesetzlich zum Gehorsam gegenüber ihren Männern verpflichtet.

UN-Women-Geschäftsführerin Phumzile Mlambo-Ngcuka beklagt im Vorwort zur Studie, dass sich Gesetze, die Familien betreffen, nur sehr langsam ändern ließen und dass Frauen in weiten Teilen der Welt noch nicht frei entscheiden könnten, wen und wann sie heiraten oder ob sie sich scheiden lassen.

Auf der anderen Seite sieht die Uno-Expertin "große Fortschritte dabei, institutionalisierte Diskriminierung von Frauen zu bekämpfen". Im öffentlichem Raum sei dies einfacher als im privaten Bereich der Familie, in dem Änderungen aber dringend nötig seien.

"Die schockierende Verbreitung von Gewalt in der Partnerschaft bedeutet, dass das Zuhause statistisch gesehen einer der gefährlichsten Orte für eine Frau ist", schreibt Mlambo Ngcuka.

mmm/dpa

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