Ungewöhnliches Hobby Elke Heidenreich schreibt Opern

Elke Heidenreich geht fremd: Sie habe ihr erstes Opernlibretto geschrieben, berichtete die Moderatorin der Fernsehsendung "Lesen!" in einer Talkshow. In der Oper müsse sie immer weinen.


Elke Heidenreich: Die Dauerleserin weint in der Oper
DDP

Elke Heidenreich: Die Dauerleserin weint in der Oper

"Im nächsten Jahr wird sie in Köln uraufgeführt", verriet die Moderatorin in einer Aufzeichnung der ARD-Talksendung "Beckmann", die Montagabend ausgestrahlt werden sollte.

Opern seien ihr großes Glück. Sie fliege am liebsten alleine, nur für einen Opernabend nach Moskau, New York oder Palermo. "Das ist der Luxus, den ich mir in meinem Leben leiste. Ich interessiere mich nicht für Klamotten, Schmuck oder sonst welche teuren Sachen. Aber ich leiste mir ein Ticket irgendwohin und gehe in die Oper", verriet Heidenreich.

"Zuletzt stimmte in meinem Leben einiges nicht", räumte die 62-Jährige ein. "Ich weine immer in der Oper. Tränen, die ich längst hätte weinen müssen. Aber weil ich so taff bin, verkneife ich mir die immer." In der Oper löse sich ihre "seelische Verkrustung, dieses: Elke schafft das schon." Sie schaffe es aber in Wahrheit gar nicht.

Die Kraft, die sie früher hatte, sei nicht mehr da: "Es strengt mich alles sehr an, was ich mache. Abends liege ich im Bett und denke: Was habe ich wieder nicht geschafft? Ich kann nicht mehr.

Bekloppt, warum tue ich das alles? Und morgens stehe ich auf und kann wieder!" Ihren Erfolg als Literaturpäpstin" erklärt Heidenreich ganz simpel. Die Fernsehzuschauer würden denken: "Die Heidenreich sieht nicht so besonders toll aus, die ist auch nicht ganz so superschlau die ist eigentlich okay."



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