Ungewollte PR Gibsons Schimpftirade als Klingelton

Er busselte seine Fans, fuhr betrunken Auto und pöbelte einen Polizisten an - all das hat dem Schauspieler Mel Gibson unerwünschte Publicity beschert. Doch die Schmach für den Hollywood-Star hat noch lange kein Ende.


Hamburg - Denn das Mobilfunkunternehmen Oasys erstellte jetzt den Klingelton "Mel in Malibu". Darin gibt ein professioneller Sprecher Gibsons Schimpftirade während seiner Festnahme wieder. Der Klingelton kann kostenlos herunter geladen werden.

Gibson hatte vor zwei Wochen mit Fans in einem Restaurant gefeiert. Fotos zeigen den sichtlich angeheiterten Schauspieler, wie er diese abbusselt. Auf dem Weg nach Hause stoppte ihn die Polizei. Nach deren Angaben war der angetrunkene Schauspieler mit 140 Stundenkilometern fast doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs. Bei seiner Festnahme soll er judenfeindliche Bemerkungen gemacht haben. So soll der Hollywood-Star laut der Entertainment-Webseite TMZ.com zu einem Polizisten gesagt haben: "Die Juden sind für alle Kriege in der Welt verantwortlich. Sind Sie ein Jude?"

Diese Sätze sind in dem Klingelton allerdings nicht zu hören. Über die pikantesten Stellen hat Oasys jeweils einen Piepton legen lassen.

Gibsons Schimpftirade soll nur der Anfang sein: "Wir starten eine Serie mit den peinlichsten Sprüchen, die Prominente bislang abgelassen haben", zitiert die "msnbc.com" Oasys-Sprecherin Gina Torres. Wer das sein könnte? "Wir dachten zum Beispiel an Lindsay Lohan", so Torres. "Möglicherweise, wenn sie wieder ins Krankenhaus eingeliefert wird."

Angedacht sei ein Klingelton, bei dem im Hintergrund die Sirenen eines Notarztwagens laufen, und eine heisere Stimme, die wie die Lohans klingen soll, sagt, dass der Zusammenbruch einzig und allein darauf zurückzuführen sei, dass sie zu wenig Wasser getrunken habe. "Da sie dieses Jahr schon dreimal in die Klinik gebracht wurde, wird das wohl nicht mehr so lange dauern", mutmaßt Torres.

aki



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