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13. Juni 2019, 09:25 Uhr

Unicef-Ranking

So lebt es sich als Familie in Deutschland

Elternzeit, niedrige Kita-Gebühren, Betreuungsquoten: Es gibt Regeln und Gesetze, die Familien das Leben messbar erleichtern. In einer aktuellen Studie landet Deutschland auf dem sechsten Platz.

Bei der Familienfreundlichkeit rangiert Deutschland nach einer neuen Studie des Uno-Kinderhilfswerks Unicef in Europa auf dem sechsten Platz. Am höchsten wurden die Regeln und Gesetze für Familien in Schweden eingestuft, dahinter folgen Norwegen und Island, hieß es in dem am Donnerstag in New York veröffentlichten Bericht. Ebenfalls in die Top Ten schafften es Estland, Portugal, Dänemark, Luxemburg und Frankreich. Die Schlusslichter der insgesamt 41 untersuchten Länder bildeten Zypern, Griechenland und die Schweiz.

Die Macher der Studie betonten, dass es sich bei den untersuchten Nationen um einige der wohlhabendsten Länder der Welt handele. Manche würden wenig tun, um Eltern zu unterstützen. Dabei könnten sie sich eine familienfreundliche Politik und Investitionen durchaus leisten, so die Studie. Beim Thema Elternzeit schneiden vor allem die USA schlecht ab. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das einzige OECD-Land (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), das keinerlei gesetzlich verbindliche und bezahlte Elternzeit anbiete.

Für den Bericht hat Unicef unter anderem das Angebot an bezahltem Mutter- und Vaterschaftsurlaub sowie den Anteil von Kleinkindern in Betreuungsangeboten ausgewertet. Jedes Land sollte mindestens sechs Monate bezahlten Elternurlaub anbieten und einen umfassenden Zugang zu "hochwertiger, bezahlbarer Kinderbetreuung" von der Geburt bis zur Einschulung.

Für den Bericht wurden Daten der OECD, des Statistischen Amts der Europäischen Union sowie wissenschaftliche Studien aus dem Jahr 2016 ausgewertet.

one/dpa/Reuters

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