Untersuchungsbericht Ermittler heizt Spekulationen über Dianas Tod an

Der frühere Scotland-Yard-Chef John Stevens überrascht die Öffentlichkeit: Neue Beweise habe er zum Tod von Prinzessin Diana im August 1997. Stevens leitet die offizielle britische Untersuchung, die den Tod von Lady Di klären soll.


London - "Wir haben neue Zeugenaussagen und neue gerichtsmedizinische Beweise," sagte John Stevens bei einer Veranstaltung im walisischen Bücherdorf Hay-on-Wye. Zu Einzelheiten wollte er sich dann allerdings nicht äußern. Sein Abschlussbericht zum Tod von Prinzessin Diana wird vermutlich in diesem Sommer veröffentlicht. Stevens führt die Untersuchungen seit zweieinhalb Jahren.

"Ich bin optimistisch, dass Stevens nicht von den Geheimdiensten manipuliert wird", sagte Mohamed Al-Fayed der Tageszeitung "Daily Mirror". Der Inhaber des Nobelkaufhauses Harrods hatte in den vergangenen Jahren immer wieder von einem Mordkomplott gesprochen, nachdem sein Sohn Dodi bei dem Verkehrsunfall ebenfalls ums Leben kam. Tatsächlich soll Lord Stevens Al-Fayeds Theorien nachgegangen sein, schreibt das Blatt.

Gerüchten zufolge habe der Untersuchungsbericht außerdem aufgedeckt, dass Dianas Chauffeur - der ebenfalls in dem Autowrack starb - für den französischen Geheimdienst gearbeitet habe, so der "Mirror". Zudem hätten - entgegen früheren Meldungen - die Kameras im Tunnel doch funktioniert.

Im Laufe der Untersuchung habe Lord Stevens auch die Chefs der Geheimdienste MI 5 und MI 6 befragt. Diese hätten ihm geheime Dokumente zum Tod der Prinzessin übergeben, schreibt die Zeitung. Auch sollte der Ermittler den CIA-Chef Michael Hayden befragen, nachdem die US-Geheimdienste zugegeben haben, im Besitz von mehr als tausend Dokumenten zu sein, die unter anderem belegen, dass Lady Di schwanger war.

Prinzessin Diana, die frühere Ehefrau des britischen Thronfolgers Prinz Charles, war am 31. August 1997 bei einem Unfall in einem Pariser Straßentunnel ums Leben gekommen. Die meisten Untersuchungen kamen bisher zu dem Ergebnis, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol und Medikamenten stand und viel zu schnell unterwegs war.

aki



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