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27. Juli 2005, 11:46 Uhr

Urteil

Gsell-Witwe muss Vorgängerin Unterhalt zahlen

Chirurgenwitwe Tatjana Gsell hat mit den Millionen ihres Mannes auch die Unterhaltspflichten für dessen erste Frau geerbt. Ein Gericht befand jetzt, dass Gsell monatlich 1000 Euro zahlen muss.

Muss zahlen: Witwe Gsell
DPA

Muss zahlen: Witwe Gsell

Nürnberg - Mit seinem Urteil zog das Oberlandesgericht Nürnberg heute einen Schlussstrich unter den Unterhaltsstreit zwischen Tatjana und Forouzandeh Gsell. Gerichtssprecher Bernhard Wankel sagte, es sei "gar keine Frage" gewesen, dass Forouzandeh Gsell Zahlungen zustünden. Eine entsprechende notarielle Vereinbarung habe ihr Ex-Mann Franz Gsell getroffen. Strittig sei lediglich gewesen, wie viel Geld aus Erlösen von Eigentumswohnungen von ihren ursprünglichen Ansprüchen in Höhe von 4400 Mark abzuziehen sei. Dies sei nun geklärt.

Andere Streitpunkte zwischen den Frauen wie Darlehen oder Mietzahlungen hatten in dem Unterhaltsprozess nach Angaben des Sprechers "nichts verloren". Seinen Angaben nach gab es keine Erkenntnisse, dass sie diese in einem neuen Verfahren einklagen wollten.

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