USA 18-Jähriger räumt nach Protesten auf - und bekommt Auto und Stipendium

Ein junger Mann hat nach den Protesten in seiner Heimatstadt Buffalo zehn Stunden lang allein aufgeräumt. Als Dankeschön für die Aktion wurde er mit einem Auto und einem College-Stipendium überrascht.

Nach den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in der US-Stadt Buffalo lag kaputtes Glas und Abfall auf den Straßen. Ein 18-Jähriger sah den Zustand einer Hauptverkehrsstraße in den lokalen Nachrichten - und hat daraufhin zum Besen und zu Müllsäcken gegriffen. Das berichtet der TV-Sender CNN .

Demnach startete er mitten in der Nacht und machte zehn Stunden lang die Straße sauber. Dem Sender zufolge wusste er, dass viele Menschen am Morgen die Straße für ihren Arbeitsweg nutzen würden. Als eine organisierte Truppe aus der Nachbarschaft später am Morgen für die Aufräumarbeiten anrückte, sei die meiste Arbeit bereits erledigt gewesen.

Für seinen Einsatz wird der junge Mann nun belohnt: Nachdem in Lokalmedien über die Aufräumaktion des 18-Jährigen berichtet wurde, schenkte ihm ein Mann zum Dank ein Auto. Der Besitzer habe sich dem lokalen Sender WKBW zufolge nicht mit dem Gedanken anfreunden können, seinen roten Mustang zu verkaufen. Für ihn sei dies eine "gute Möglichkeit, den Wagen an jemanden weiterzugeben, der ihn zu schätzen weiß".

Auch das Medaille College in Buffalo ließ sich nach der Aktion des jungen Mannes etwas einfallen – und bot ihm ein Stipendium an. "Ich bin sehr dankbar für alles, was alle für mich getan haben", sagte der 18-Jährige CNN.

Seit Tagen gehen in den USA Menschen auf die Straße, um nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren. Floyd war am 25. Mai in Minneapolis bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden. Ein weißer Polizist drückte dem 46-Jährigen bei seiner Festnahme minutenlang das Knie auf den Nacken, obwohl er wiederholt sagte, er bekomme keine Luft mehr.

cop/dpa
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