US-Universität Professor gab Forschungsgelder in Stripklubs aus

Ein Universitätsprofessor in den USA verprasste offenbar jahrelang staatliche Forschungsgelder - vor allem in Stripklubs. Insgesamt geht es den Behörden zufolge um fast 190.000 Dollar.

Die Drexel Universität in Philadelphia
Matt Rourke/ AP

Die Drexel Universität in Philadelphia


Eigentlich waren die Fördergelder des US-Bundesstaats Pennsylvania für die Forschung gedacht. Ein Professor an der Drexel Universität in Philadelphia zwackte sich aber kleinere Summen davon ab. Wieder und wieder, zehn Jahre lang, bis es dann fast 190.000 Dollar waren, die er für seinen Privatgebrauch ausgegeben hatte.

Privatgebrauch bedeutet an dieser Stelle: in Stripklubs.

Die Drexel Universität hat nun einem Vergleich mit dem Bundesstaat zugestimmt, um einem Verfahren zu entgehen. So gab es das Justizministerium bekannt.

Der Professor arbeitete als Direktor der Abteilung für Elektro- und Computer-Ingenieurswesen und lehrte seit 27 Jahren an der privaten Universität. Die von ihm veruntreuten Gelder sollten für die Erforschung von Technologien verwendet werden, die bei der Marine eingesetzt werden sollten.

Das Justizministerium teilte mit, dass die Ermittlungen gegen die Universität bereits im Jahr 2017 begonnen hätten. Bei internen Nachforschungen der Universität soll dann herausgekommen sein, dass der Professor zwischen 2007 und 2017 unpassende Abrechnungen eingereicht hatte. Darunter: Persönliche iTunes-Einkäufe sowie "Waren und Dienstleistungen", eingekauft bei örtlichen Stripklubs.

Der Mann zahlte der Universität 53.328 Dollar zurück - also etwa ein Viertel der von ihm veruntreuten Gelder. Zudem trat er von seiner Stelle zurück. Die Behörden belegten ihn mit einer sechsmonatigen Vertragssperre.

muk

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