kurz & krass Seenotretter schleppen Heißluftballon ab

Das Rettungsboot "Hecht": "Nasse Überraschung erspart"
Die Seenotretter DGzRS/dpa

Das Rettungsboot "Hecht": "Nasse Überraschung erspart"


Ungewöhnliche Rettungsaktion vor der Insel Usedom: Seenotretter haben einen Heißluftballon über der Ostsee an die Leine genommen - und dem Ballonfahrer sowie vier Ausflüglern damit eine Notwasserung erspart.

Gleich zwei Rettungsboote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger kamen den Menschen im Ballon zu Hilfe. Die Boote hatten sich eigentlich für eine Übung getroffen.

Ein an Land gebliebener Seenotretter wurde von einem ebenfalls am Boden gebliebenen Crewmitglied des Heißluftballons angesprochen. Der Mann bat um Hilfe, weil die Besatzung des Ballons fürchtete, die Insel zu verfehlen - und im Wasser zu landen.

50 Meter lange Leine

Das 300 PS starke Seenotrettungsboot "Hecht" machte sich auf den Weg. Die Besatzung des Ballons ließ eine 50 Meter lange Leine zu den Rettern herab. Damit nahm das Boot den Ballon an die Leine und bremste ihn aus.

"Dadurch, dass wir den Bremser gespielt haben, kriegte der Ballon auch ein bisschen Schräglage. Das sah von Weitem schon ein wenig spektakulär aus", sagte Seenotretter-Vormann Michael Hackenschmid.

Rettungsboote bremsen den Ballon aus
Die Seenotretter · DGzRS/dpa

Rettungsboote bremsen den Ballon aus

Am Ende landeten der Pilot und seine vier Gäste sicher auf einer Wiese neben dem Zinnowitzer Hafen. Ein Seenotretter sagte: "Für uns war das keine große Sache, aber den Ballonfahrern haben wir damit wohl eine nasse Überraschung erspart."

apr/dpa

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