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Jubel in Rom: Habemus papam

Foto: ALBERTO PIZZOLI/ AFP

Konklave Weißer Rauch! Neuer Papst ist gewählt

Weißer Rauch über der Sixtinischen Kapelle: Die Kardinäle haben einen neuen Papst gewählt. Die Entscheidung fiel im fünften Wahlgang. Das Konklave gehörte damit zu den kürzesten in der Kirchengeschichte. Der neue Pontifex wird sich in Kürze den Menschen auf dem Petersplatz zeigen.

Rom - Die katholische Kirche hat einen neuen Papst: Nach dem fünften Wahlgang des Konklaves stieg eine dicke Wolke weißen Rauchs über der Sixtinischen Kapelle in Rom auf - das Zeichen dafür, dass die erforderliche Zweidrittelmehrheit für einen Kandidaten zustande gekommen ist. Sekunden später läuteten die Glocken des Petersdoms. Tausende Menschen verfolgten am Abend auf dem Petersplatz in Rom die Zeremonie und jubelten, als sie die Farbe des Rauches sahen: weiß, weiß, weiß!

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Am Abend hatten sich trotz des schlechten Wetters Tausende Menschen auf dem Petersplatz versammelt. Sie erlebten live, als der weiße Rauch um 19.07 Uhr aus dem Schornstein strömte. Als sich die Nachricht verbreitete, liefen weitere Menschen Richtung Petersplatz, um die Chance zu bekommen, den neuen Papst persönlich zu sehen.

Für den Abend wird erwartet, dass Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran auf die Loggia des Petersdoms tritt und der Menschenmenge auf dem Petersplatz mit einem "Habemus papam" den Namen des Gewählten verkündet. Dann wird sich das neue Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken den Gläubigen zeigen und möglicherweise auch zu ihnen sprechen. Das neue Pontifikat beginnt dann mit dem Segen "Urbi et orbi" - "der Stadt und dem Weltkreis".

Das Konklave gehörte zu den kürzesten in der Kirchengeschichte. Erst am späten Dienstagnachmittag hatte die streng abgeschottete Wahlversammlung mit 115 Kardinälen begonnen. In den vorigen ersten Wahlgängen hatte keiner der Purpurträger die nötigen 77 Stimmen erhalten.

Als Favoriten galten im Vorfeld des Konklaves unter anderen der Mailänder Erzbischof Angelo Scola und sein Kollege aus São Paulo, Odilo Scherer. Als weitere mögliche Anwärter auf das Papstamt wurden der Kanadier Marc Ouellet und die US-Kardinäle Seán O'Malley und Timothy Dolan gehandelt. Während des Konklaves waren die Kardinäle zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Benedikt XVI. war vor knapp zwei Wochen aus Alters- und Gesundheitsgründen zurückgetreten. Er hatte sich anschließend auf die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo zurückgezogen.

hut/ulz/dpa/Reuters/AFP
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