Verbotene Valentinsgrüße Schule verbietet Kindern das Schreiben von Liebesbriefen

Eine Grundschule in Großbritannien hat ihren Schülern untersagt, zum Valentinstag Liebesgrüße zu versenden. Der Grund? Die Pädagogen sind der Meinung, ihre Zöglinge sollten sich mit der ersten Liebe noch ein wenig Zeit lassen.

London - Handys für Fünfjährige, Partys für Achtjährige, die erste Liebe, wann immer Kind will: Dass Teenager sich heute weitaus früher mit Erwachsenenthemen beschäftigen als noch vor 20 Jahren, ist bekannt. Dass eine Schule sich aktiv in die Gefühlsbelange der Schüler einmischt, darf als Novum gelten.

Die Leitung der Grundschule von Ashcombe im Südwesten Englands hat jetzt laut einem Zeitungsbericht beschlossen, ihren Schülern das Versenden von Karten zum Valentinstag zu verbieten. Sollten auf dem Schulgelände solche Karten gefunden werden, wollten die Lehrer sie konfiszieren, schreibt die "Times" am Donnerstag.

"Einige Kinder und Eltern reden gerne über Freunde und Freundinnen", schrieb der Lehrer Peter Turner in einem Newsletter. "Wir glauben, dass mit solchen Gedanken gewartet werden sollte, bis die Kinder emotional und sozial reif sind, um die Bindung zu verstehen, die ein Freund oder eine Freundin bedeutet."

Nicht alle Eltern der 419 Ashcombe-Schüler zwischen vier und elf Jahren sind von diesem strikten Kurs begeistert. Rajeev Takyar, dessen elf- und fünfjährige Kinder dort unterrichtet werden, nannte das Vorgehen "lächerlich". "Das Verbot hindert die Kinder doch daran, soziale Fertigkeiten zu erlernen. Wie sollen sie denn etwas über Beziehungen lernen?"

ala/AFP
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