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Vergiftungsfälle durch Kohlenmonoxid NRW plant Auflagen für Shisha-Bars

Kohlenmonoxid ist ein lebensgefährliches Gas, das auch beim Verbrennen von Wasserpfeifen freigesetzt wird. In Nordrhein-Westfalen sollen Angestellte und Gäste von Shisha-Bars jetzt mehr Frischluft bekommen.
aus DER SPIEGEL 39/2020
Shisha-Bar in Bochum (Archivbild)

Shisha-Bar in Bochum (Archivbild)

Foto: Dominik Asbach

Die nordrhein-westfälische Landesregierung verpflichtet Shisha-Bars, ihre Angestellten und Gäste besser vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen zu schützen. Kommende Woche soll ein von sechs Ministerien erarbeiteter Erlass ergehen, nach dem die Betreiber den Wert von 35 Milligramm Kohlenmonoxid (CO) pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten sollen.

CO ist ein lebensgefährliches Gas, das freigesetzt werden kann, wenn die Kohle auf den Wasserpfeifen verbrennt. In den vergangenen Jahren kam es deutschlandweit zu Dutzenden Fällen, in denen Barbesucher vergiftet und ohnmächtig wurden. Künftig müssen die Barbetreiber in Nordrhein-Westfalen mechanische Lüftungsanlagen einbauen. Pro Stunde und brennender Wasserpfeife müssen damit "mindestens 130 Kubikmeter Luft nach außen bewegt und durch Frischluft ersetzt werden", heißt es im Erlass. Abluft und Rauchgase müssen über das Dach der Bar "mit einer Geschwindigkeit von mindestens sieben Metern pro Sekunde abgeleitet" werden.

DER SPIEGEL 39/2020

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Darüber hinaus werden Barbetreiber verpflichtet, Kohlenmonoxidmelder mit Speicherfunktion zu installieren. Außerdem müssen sie Warnschilder am Eingang zur Bar anbringen, auf denen vor Gesundheitsgefahren gewarnt wird. Bei Verstoß gegen den Erlass drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

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